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Institut für Musikalisches Lehren und Lernen

Neben der Erforschung der sozialen und musikalischen Rahmenbedingungen, die instrumentale und künstlerische Lernprozesse begleiten und das Erkennen und Fördern musikalischer Begabung durch die Kinderklasse, gehören regelmäßige Vorträge, Workshops und Diskussionsforen, die den internen Dialog zwischen Lehrkräften und Studierenden sowie die musikpädagogische Diskussion in der Region befördern. Die Durchführung nationaler und internationaler Symposien runden das Spektrum ab.


Lernkultur der Spezialmusikschulen in der DDR

Forschungsprojekt

Die Entfaltung musikalischer Begabung und Hochbegabung hängt nicht allein von endogenen Faktoren ab, sondern wird in erheblichem Maße durch biografische Einflüsse geprägt. Während die Bedeutung von Elternhäusern und Lehrern für die Entstehung von Expertise mittlerweile detailliert herausgearbeitet wurde, besteht hinsichtlich der Frage, welchen Stellenwert den Ausbildungsinstitutionen und damit auch dem bildungs- bzw. gesellschaftspolitischen Umfeld zukommt, noch dringender Forschungsbedarf.

Das Forschungsprojekt versucht diese Einflüsse am Fallbeispiel der Spezialschule für Musik Dresden (von deren Gründung 1966 bis zur Wende 1990) herauszuarbeiten. Dabei stehen nicht allein die äußere Organisation des Lehrbetriebs und die durch das sozialistische Bildungssystem beeinflussten Rahmenbedingungen der Ausbildung im Zentrum der Forschungsperspektive, sondern ebenso auch die innerhalb dieses Rahmens zutage tretenden Einstellungen und Werthaltungen aller am Schulleben beteiligten Personen (Schüler, Lehrer, Mitarbeiter, Leitungsebene).

Zusammengefasst unter dem Begriff der Lernkulturwerden die Wechselwirkungen zwischen individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene und deren Auswirkungen auf die musikalisch-künstlerischen Entwicklungsverläufe mit Methoden der Biografieforschung und der qualitativ-rekonstruktiven Sozialforschung erschlossen.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaftliche Forschung“ von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert und trägt zur Erschließung des kulturellen Bildungsraumes Sachsen bei. Kooperationspartner sind die sport- und theaterwissenschaftlichen Fakultäten der Universität Leipzig sowie das Deutsche Literaturinstitut Leipzig, die sich innerhalb ihrer jeweiligen Domäne ebenfalls mit der Eliteförderung in der DDR auseinandersetzen.


Kinderklasse

Optimales Lernumfeld für musikalisch hochbegabte Kinder

Geboten wird eine intensive und vielfältige Ausbildung bei profilierten Hochschullehrern und Musiziermöglichkeiten mit Gleichaltrigen. 

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