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Hybrid Music Lab

Ähnlich dem alltäglichen Leben sind künstlerische Arbeiten heute zunehmend hybrider Natur. Sie entstehen unter Verwendung verschiedenster Medien, Quellen und Perspektiven, verschiedener Interaktionen zwischen physischen und virtuellen Identitäten, und werden auf verschiedenen Plattformen präsentiert. Die Grenzen zwischen Disziplinen und Präsentationsformen werden damit überschritten.

Das Hybrid Music Lab (vormals bekannt als Studio für Elektronische Musik) eröffnet die Möglichkeiten in Form von Infrastruktur, Umgebung und inhaltlichem Kontext, um musikalische Unternehmungen dieser Art zu verwirklichen.


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Profil, Ausstattung und Geschichte

Das Fach Elektronische Musik ist integraler Bestandteil des Kompositionsstudiums an der Hochschule für Musik Dresden und hat im Bachelorstudiengang hinsichtlich der Stundenanzahl und des Arbeitsaufwandes für die Studierenden einen Stellenwert, der es zusammen mit dem Kompositionsunterricht und dem Wahlschwerpunkt zu einer der drei Säulen des Hauptfachmoduls macht.

 

Während der ersten beiden Studienjahre werden in Lehrveranstaltungen von je 0,75 Semesterwochenstunden (Vorlesung bzw. Seminar) die technischen Grundlagen in kompakter Weise vermittelt. Darüber hinaus gibt es durchgehend während der ersten drei Studienjahre eine individuelle Betreuung mit 0,75 Semesterwochenstunden Einzelunterricht, in deren Mittelpunkt die praktische Realisation von eigenen Kompositionen steht, wobei für die jeweiligen Projekte relevante technische Aspekte weiter vertieft werden. Über diese drei Studienjahre hinaus kann die Arbeit im Labor im Rahmen der schwerpunktspezifischen Wahlpflichtmodule auch im vierten Studienjahr fortgesetzt werden. 

Der Masterstudiengang Komposition bietet anschließend die Möglichkeit, den individuellen Wahlschwerpunkt und die damit verbundene Projektarbeit aus dem Bereich der elektroakustischen Komposition zu wählen und im Hybrid Music Lab zu realisieren. 

Im Zentrum der Arbeit stehen die Auseinandersetzungen mit algorithmischen, live-elektronischen sowie orts- und medienspezifischen Kompositionstechniken. Gleichzeitig ist von Anfang an eine enge Verknüpfung mit den kompositorischen Erfahrungen der Studierenden im Bereich der instrumentalen Musik gegeben. Sowohl die live-elektronischen als auch die algorithmischen Verfahren sind unter technischen als auch unter didaktischen Gesichtspunkten von grundlegender Bedeutung und wirken somit über die unmittelbare Arbeit im Hybrid Music Lab hinaus. 

Im Laufe des Studiums verbinden sich die Erfahrungen in der Handhabung der Hardware (Mikrofone, Lautsprecher, Mischpult, Controller u. ä.) mit der Kenntnis der digitalen Signalverarbeitung und der entsprechenden Softwareumgebung, wobei die Gestaltung eigener Algorithmen und Programmierlösungen einen wesentlichen Schwerpunkt bildet. Gerade durch die eigene Programmierung entsteht ein unmittelbares Verständnis für Verfahren der Klangsynthese und -transformation, auf dessen Basis individuell experimentiert werden kann. 

Das Hybrid Music Lab bietet darüber hinaus regelmäßige Projekte mit themenbezogenem Schwerpunkt an, fördert den Austausch mit den Studios anderer Musikhochschulen und veranstaltet Workshops mit namhaften Komponisten und Programmierern aus dem Bereich der Elektronischen Musik. 
 

Das Labor verfügt über eine hochwertige Surround Abhöre von Neumann (KH 420 und KH 310) mit der sich auch klanglich anspruchsvolle Projekte detailgetreu bearbeiten lassen. Die Ausrüstung wird ständig um sinnvolle Geräte erweitert, um die sich wandelnden Möglichkeiten moderner Produktionswerkzeuge zu reflektieren.

Größere Anschaffungen im Bereich Video und Projektion sind für das Jahr 2020 geplant.

Studio

Mac Pro (pre 2013)
30" Cinemadisplay
RME Fireface 800
Mixer Yamaha DM-1000
Stereo Neumann KH 420
Surround Neumann KH 310
Triple Meyersound HD-1

Yamaha Disclavier
Sonos Force 505 Drumset

Project Space

Windows 10
Intel i6700
Geforce GTX 1080
Fireface UFX
Iyama 24" Dualscreen Setup
Stereo Neumann KH120

Controller

Haken Continuum
Alesis V61
Leapmotion Leap
Acer Windows Mixed Reality
Wacom Graphire4 Classic XL
iPad Pro + Liine Lemur
Essential Reality P5 Cyberglove
Behringer BCF 2000
Behringer FCB 1010
Akai MPD18
Akai MK2
M-Audio Code61

Mics

Rode NT5
Rode NTG 3B
AKG CK91
AKG CK91
AKG CK93
AKG CK98
K&K Bigshot Contact Mic
Shure SM 57
Epiphone Special II Humbucker Pickup

Gear

Rebeltech Owl
Emtec USB DMX Pro
Yamaha DX 7
Electro Harmonix Bigmuff
Electro Harmonix Freeze
Line6 DL4
Boss DS-2
Tascam DA-30
2 E-Bow

Video

3 Logitech C270
1 Blackmagic Intensity Shuttle
2 Orbecc Astra Depthcams

Mobile

2 MacBook Pro 13“ (2016)
Raspberry Pi
3 Beyerdynamic DT 770 Headphones
2 Zoom H-6
Fireface UC

Software

Reaper
Logic
Cubase
Ableton Live
Protools
GRM Tools
Waves Diamond
IRCAM AudioSculpt, Diphone Studio, Modalys, OM
Max/MSP/Jitter, Puredata, Supercollider, Processing
Touchdesigner, Resolume Arena
NI Komplete Ultimate

Das Labor wurde 1984 in Kooperation zwischen der Hochschule für Musik und der Technischen Universität Dresden unter dem Namen „Studio für elektronische Klangerzeugung“ von Friedbert Wissmann gegründet. 

Parallel zur Ausbildung der Studenten an elektronischen Tasteninstrumenten im Zusammenwirken mit Computern erfolgte die Entwicklung von MIDI-Software für Commodore C64 und Amiga. 

Von 1993 bis 2006 leitete Prof. Dr. Wilfried Jentzsch das Studio für Elektronische Musik. Während dieser Zeit erfolgte eine ästhetische und pädagogische Neuorientierung. Außerdem wurden die technischen Möglichkeiten des Studios modernisiert (Umstellung auf Macintosh und Pro Tools sowie Anschaffung vielfältiger Software). 
Im Wintersemester 2002/03 übernahm Lothar Voigtländer vertretungsweise die Aufgaben der Leitung des Studios. 
Von 2006 bis 2008 nahm Michael Flade die Aufgaben der Professur für Elektronische Musik wahr. 
Ab September 2008 leitete Prof. Franz Martin Olbrisch das Studio bis März 2020.

Aktuell wird das Studio von Stefan Prins geleitet, der Name wurde geändert in „Hybrid Music Lab“
Für die Tontechnik/Informatik ist Dipl. Ing. Christoph Mann verantwortlich.


Sound & Fury

Ensembleworkshop

Sound & Fury ist ein transmedialer Ensembleworkshop, der alle zwei Wochen als Seminar mit praktischen Anteilen angeboten wird, mit dem Ziel Musik zu machen unter Verwendung von improvisatorischen Strategien.

Er ist konzipiert als nicht-hierarchischer "Playground", wo KomponistInnen, PerformerInnen, VocalistInnen aus allen Bereichen der Hochschule (Klassik, Jazz, Pop, Rock, Oper,...) zusammenkommen und intermediale Musik zu machen, mit Stimme, akustischen, analogen elektronischen Instrumenten oder selbstgebauten digitalen Programmen und deren hybriden Zwischenformen.

Sound & Fury Soundcloud Playlist zum Sommersemester 2020


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