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Netzwerk Musikalische Nachwuchsförderung

Kompetenzen und Ressourcen

Das Netzwerk Musikalische Nachwuchsförderung in Sachsen bringt alle an der musikalischen Bildung Beteiligten miteinander ins Gespräch. Dabei geht es um Vernetzung, Wissenstransfer und die Weiterentwicklung der musikalischen Bildungslandschaft zum Zwecke einer nachhaltigen, koordinierten Förderung musikalischer Kompetenzen aller Kinder und Jugendlichen in Sachsen.


Unser Ziel

Mit der Idee eines Netzwerks Musikalische Nachwuchsförderung plädieren wir für die Schaffung von Strukturen, die auf der Basis einer breiten Musikalisierung langfristig angelegte musikalische Laufbahnen für Kinder und Jugendliche ermöglichen. Damit sind nicht primär zusätzliche Angebote und Projekte gemeint, sondern bereits bestehende Strukturen sollen so miteinander vernetzt werden, dass sich jeder musikalische Unterricht – ob in Kita, Grundschule, Musikschule, beim Chorsingen oder im Rahmen der Elementaren Musikpädagogik – als Teil eines zusammenhängenden und auf Langfristigkeit ausgerichteten musikalischen Bildungsgedankens verstehen lässt. Diese inhaltliche und strukturelle Verzahnung der musikalischen Angebote hat zum Ziel, dass alle jungen Menschen nach ihren Interessen und Möglichkeiten einen eigenen musikalischen Weg finden.

Auf diese Weise lassen sich außerdem dezentrale Kompetenzen und Ressourcen einzelner Institutionen in einem größeren Kooperationsverbund nutzen und sind letztlich für jeden der Netzwerkpartner von Vorteil. Alle, die im Bereich schulischer wie außerschulischer musikalischer Bildung arbeiten und sich unserem Anliegen verpflichtet fühlen, sind zur Mitwirkung eingeladen.

Lassen Sie uns ins Gespräch kommen!


Aktuelles & Termine

 

07.-09.05.21 Hochschule für Musik Dresden / Sächsisches Landesgymnasium für Musik Dresden

„Künstlerisch-pädagogische Akzente setzen“
Meisterkurse für Musikschüler aus ganz Sachsen

Auf ein Wochenende mit intensiven musikalischen Begegnungen können über 80 Musikschüler* aus ganz Sachsen zurückblicken. 15 Meisterkurse für Teilnehmer des Bundeswettbewerbs und für Preisträger des Landeswettbewerbs Jugend musiziert gingen vom 7. bis 9. Mai unter strengen Hygieneauflagen in der Hochschule für Musik Dresden und im Sächsischen Landesgymnasium für Musik Dresden erfolgreich über die Bühne. Die Teilnahme war kostenlos. Aufgrund der aktuellen Lage konnten die Kurse diesmal nicht öffentlich stattfinden.

16 Professoren und Dozenten der Hochschule unterrichteten in den Kategorien Duo Klavier (Prof. Karl-Heinz Simon), Duo Violine & Klavier (Prof. Natalia Prischepenko, Prof. Albrecht Winter), Duo Violoncello & Klavier (Juliane Gilbert, Norbert Anger), Duo Kunstlied (Prof. Yamina Maamar, Prof. Claudia Schmidt-Krahmer, Prof. Ulrike Siedel) sowie in den Solo-Kategorien Klarinette (Prof. Joachim Klemm), Fagott (Prof. Philipp Zeller), Trompete (Prof. Björn Kadenbach), Horn (Prof. Robert Langbein), Posaune (Frank van Nooy) und Gitarre (Prof. Thomas Fellow, Prof. Ralf Beutler, Jule Malischke).

Die Kursteilnehmer erlebten inspirierenden Unterricht und haben sich sehr wohl gefühlt – heißt es in Rückmeldungen, die die Veranstalter erhielten. Es sei „großartig, dass in diesen Zeiten, in denen gefühlt alles abgesagt wird, den musizierenden Kindern und Jugendlichen die gemeinsamen Erlebnisse im Orchester fehlen und es nicht immer einfach ist, die Motivation fürs Üben aufrechtzuerhalten“, die Meisterkurse ermöglicht wurden.

Dem Rektorat der Hochschule für Musik Dresden und der Künstlerischen Leitung des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik ist diese Verbindung in die Region ein wichtiges Anliegen. „Dabei steht nicht im Vordergrund, Talente zu sichten, sondern die Kinder und Jugendlichen beim Musizieren zu ermutigen, beim Üben zu bestärken, künstlerisch-pädagogische Akzente zu setzen und damit die pädagogische Arbeit z.B. an den Musikschulen zu ergänzen.“ – so Prof. Claudia Schmidt-Krahmer und Ekaterina Sapega-Klein.

Seit 2019 werden im Rahmen des Netzwerks Musikalische Nachwuchsförderung in Sachsen Meisterkurse mit Professoren der Dresdner Musikhochschule für Teilnehmer von Jugend musiziert veranstaltet. Anders als ursprünglich vorgesehen, stand bei den Meisterkursen 2021 nicht mehr die Vorbereitung auf den Bundeswettbewerb im Mittelpunkt, sondern dienten die Kurse der Förderung von sächsischen Musikschülern, die am Landeswettbewerb „mit hervorragendem Erfolg“ bzw. „mit sehr gutem Erfolg“ teilgenommen hatten (ab Altersgruppe III). Es ist geplant, auch im nächsten Jahr wieder Meisterkurse für Musikschüler anzubieten.


*Zugunsten der Lesbarkeit wird in diesem Dokument durchgehend die männliche Form verwendet. Die männliche Form bezieht sich dabei immer zugleich auf weibliche, männliche und inter Personen.


Studie zu "Musikunterricht in der Grundschule" veröffentlicht

Systematisches Monitoring ist wichtige Voraussetzung für Bildungsgerechtigkeit und guten Unterricht, konstatiert der Rat für kulturelle Bildung zur Studie „Musikunterricht in der Grundschule“, die die Konferenz der Landesmusikräte, der Deutsche Musikrat und die Bertelsmann Stiftung heute der Öffentlichkeit vorgestellt haben.

„Die Studie der Bertelsmann Stiftung macht auf ein großes Problem aufmerksam: In Deutschland fehlen an Grundschulen ausgebildete Musiklehrkräfte, ungefähr die Hälfte des vorgeschriebenen Musikunterrichts wird fachfremd erteilt und der Nachwuchs über die Hochschulen stockt. Es wäre nun wichtig, in einem deutschlandweiten systematischen Monitoring genaue Zahlen auch zur bildenden Kunst in der Grundschule und zu Musik und Kunst in den weiterführenden Schulen zu erheben. Hier müssen die Bundesländer mitziehen“, kommentiert Eckart Liebau, Vorsitzender des unabhängigen Expertengremiums Rat für Kulturelle Bildung, die heute veröffentlichte Studie „Musikunterricht in der Grundschule – Aktuelle Situation und Perspektive“, die im Auftrag des Deutschen Musikrates, der Konferenz der Landesmusikräte und der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde.

Download Studie „Musikunterricht in der Grundschule“

Kontakt

Ekaterina Sapega-Klein

Projektleitung

 

Silke Fraikin

Projektkoordination

E-Mail: stopspam_2562d88b7dce348f606edf7793e25f15


Projekte & Angebote

Nachlesen

In der Reihe „Zukunftswerkstatt Musikalische Nachwuchsförderung“ gab es seit Oktober 2017 in der Hochschule für Musik Dresden mehrere themenspezifische Veranstaltungen und Gesprächsrunden.

Der 1. Fachtag Musikalische Nachwuchsförderung  im Herbst 2017 stieß auf große Resonanz. Es folgten die Fachtagung „Relative Solmisation in Schule – Musikschule – Hochschule“ und eine Podiumsdiskussion, die sich zum Thema „Modelle musikalischer Nachwuchsförderung“ in erster Linie auf die musikpädagogische Hochschularbeit bezog.

Beim 2. Fachtag Musikalische Nachwuchsförderung im Frühjahr 2018 wurde der Entwurf des „Modellprojekts musikalische Nachwuchsförderung“ vorgestellt, der seitdem rege und konstruktiv diskutiert wird. Der 3. Fachtag im Januar 2020 widmete sich Projekten zum bewegten Singen und Hörenlernen an Grundschulen.

Nachfolgend finden Sie die Dokumentationen und Protokolle zu diesen Veranstaltungen, wie auch zu Fortbildungen wie „Komponieren mit und Komponieren für Schülerinnen und Schüler“ (2019).