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Workshops JRP

Aktuelles Workshopprogramm

Workshop mit KID BE KID

Vocal- und Beatbox Workshop für Sänger*innen

Gleich mit ihrem Debüt „Sold Out“ hat sich KID BE KID schnurstracks auf die großen Festivals gebeamt und dort dem Publikum berauschende Konzerte geliefert. Ob beim Elbjazz in Hamburg, dem legendären Fusion Festival oder im bedeutenden Monument National im Rahmen des Festival International de Jazz de Montréal, eine der prominentesten Bühnen der Welt – KID BE KID fasziniert das Publikum mit bedingungsloser Hingabe und unglaublichem Können.

Mit ihrer neuen EP „Lovely Genders“ etabliert KID BE KID ihren Platz zwischen den großen Neo Soul KünstlerInnen unserer Zeit. Klangliche Tiefe und inhaltliche Reife zeichnen ihre Songs aus. Ihr einzigartiges Skillset aus Beatboxing, Gesang, Klavier und Synthesizer trifft auf poetische Lyrics und rhythmische Virtuosität.

An KID BE KID ist einfach alles besonders. Vor ihr war eine Künstlerin kaum vorstellbar, die gleichzeitig vier Instrumente ganz ohne Loop Station spielt, dabei groovt und berührt bis zum Abwinken und oben drauf ihre Stimme in mehrere Töne spaltet. Sie verkörpert Coolness und Verletzlichkeit, Struktur und Freiheit, Hip Hop und Jazz gleichermaßen und lässt alles im Raum lebendig werden.

„KID BE KID aber gelingt es, ihren Beat derart behutsam in das akustische Landschaftsgemälde einzuweben, dass er seinerseits den Hörer auf die Vocals einzustimmen weiß, […], womit ihr eine Art cinematographisch-sensuelle Breakbeat-Ballade gelungen ist.“
– Fairaudio, DE

„Durch Beatboxing ersetzt die Künstlerin die Drums: Mit Mund- und Rachenraum, durch Knack- und Zischlaute imitiert die Berlinerin in perfektem Timing die Beats eines Drum-Computers.“
– Badische Zeitung, DE

„Virtuos, luftig und mit großer Leichtigkeit zeigt KID BE KID, dass Sie […] eine große Pianistin ist.“
– Like Hifi, DE

„Ein anspruchsvolles Konzert von einer musikalisch hochbegabten Künstlerin, die sich ernsthaft und reflektiert in ihren Texten zeigte.“
– Kieler Nachrichten, DE

INSTANT ARRANGING STANDARDS, INSTANT COMPOSING und LEARNING BY DOING“

mit Andreas Schmidt (piano)

Im Fokus dieser Masterclass steht das Instant Arranging von Songs, die die Musiker:innen sehr gut kennen, sowie das Instant Composing – Kompositionen, die „im Moment“ aus dem Unterbewusstsein entstehen. Das Ganze als „Learning by doing“ – am 1. Tag mit Andreas Schmidt am Klavier im Duett/Trio ( verschiedene Solisten und/oder Bassist/Schlagzeuger ) und am 2. Tag mit Bass + Drums im Quartett/Quintett mit den Solisten.

Der Hintergrund des Instant Arranging/Instant Composing in der Jazzgeschichte:

Die Lennie Tristano Gruppe in den1940er Jahren ( Intuition ), Jeanne Lee und Ran Blake in den 1960er Jahren. Das Jimmy Giuffre Trio oder Gruppen um Paul Bley herum. Bobby McFerrin und Chick Corea haben das ebenfalls sehr spannend und humorvoll umgesetzt, ebenso Jay Clayton und Jerry Granelli, Jay Clayton und Fred Hersch sowie die Gruppe Vocal Summit. Zwar gibt es nicht so viele Beispiele von „ungeprobtem“, hoch kreativen Umgang mit Kompositionsmaterial im Jazz, dennoch ist es ein sehr wichtiges Element um das Spielerische und das Risiko beim Jazz in das Musizieren zu integrieren. Hierbei geht darum, nicht nur die Regeln zu kennen und richtig umzusetzen: „Live At The Plugged Nickel“ von Miles Davis ein ist dafür ein exzellentes Beispiel. Dort hört man einen der grössten und risikoreichen Drahtseilakte im Umgang mit Jazz-Standards und dem Dehnen der Regeln.

Die Grundidee ist:

Musiker:innen, die ein gewisses Repertoire haben und mit vielen Aufnahmen vertraut sind, betreten nach einer Weile neues Terrain, das ihnen einen sehr offenen und freien Umgang mit dem Material eröffnet. Jedoch gilt: “it is not about material" wie auch Keith Jarrett sagte. Die Spielhaltung, das Spielerische, die Kommunikation, „das Gesamte ist größer als deren Einzelteile": Das ist die Essenz vom Jazz. Es geht darum, eine Richtung zu geben beim Musizieren. Die Begrifflichkeit von Begleitung und Solist wird aufgebrochen. Das Begleiten wird zu einem musikalischen Ereignis, das für sich betrachtet schon "große Musik" ist. Aber das Freie beim Instant Arranging heißt nicht, dass es keine Begleitungen gibt, die weniger aktiv die Richtung angeben. Sie sind nur musikalischer und kommunikativer angelegt und Begleiter:innen können auch ganz vehement eine Richtung vorgeben, die dann von anderen Musiker:innen aufgenommen und weitergesponnen wird. Auf diese Art gibt es ein ständiges Kommunizieren aller Musiker:innen untereinander. Der Vergleich mit der Sprache und dem Gespräch ist in „guten“ musikalischen Konversationen ganz offensichtlich. Es gibt einen Austausch von Gedanken. Das Gemeinsame wird dann zu einem größeren Ganzen, das oft als magischer Moment wahrgenommen wird. Beim Instant-Arranging spielt auch das Ego-freie Dasein in den Prozess hinein. Es erfolgt keine Bewertung oder Benennung von Aktionen, deiner selbst oder der Mitmusiker:innen. Es geht darum, im Moment zu sein. Im Jetzt. Intuitiv die Entscheidungen passieren zu lassen, anstatt sie zu Wollen.

Workshop-Masterclass-Struktur:

Vorarbeit: Die Studierenden geben Andreas eine Liste und Charts von ca. drei bis sechs Songs aus dem Great American Songbook und Originals von Jazz-Masters, die bereits mindestens sechs Monate intensiv erarbeitet wurden. Außerdem sollten die Studierenden Dur- und Moll-Blues-Akkordfolgen verinnerlicht haben. Teil 1 : Hier geht es darum, sich den Gedanken des „aus dem Moment heraus“ verbal zu nähern und Bezüge zum Leben, der Sprache und der Musik zu finden. Wie Prof. Céline Rudolph immer sagt: "Frei sein für und nicht frei sein von." Teil 2: Im zweiten Teil werden musizierend Intros und Endings getestet, die im jeweiligen Moment kommuniziert werden. Es wird geübt Tempi ohne „Einzählen“ zu geben, die Tonart zu wechseln sowie Tempi und Taktarten bewusst anders zu gestalten als erwartet. Ziel dabei ist es die Studierenden spüren zu lassen, was noch möglich ist mit einem Song. Teil 3: Von den ausgewählten Songs werden mehrere Takes gespielt. Anschließend wird gemeinsam über die Takes diskutiert. Dabei wird herausgearbeitet, wo die Kommunikation nicht ganz rund war oder wo jemand zu viel "dachte" und man das hörte. Außerdem werden die vielen runden und magischen Momente, die entstanden sind, aufgezeigt und gelobt. Teil 4: Instant Composing: Ein paar dieser Takes im Raum erklingen lassen. Nun sammeln alle Teilnehmer:innen erstmals ein paar Parameter für den Umgang mit freier Improvisation: Sounds, Worte, Sprachen, Rhythmus, vocal-percussion, "Zusatzinstrumente" wie die Sprach-Memo-Funktion eines Smartphones, Perkussionsinstrumente, etc. Anschließend werden ein paar „Haikus" musiziert als Soli, Duos und Trios. Teil 5 (2. Tag): Die gleichen Songs mit je zwei Takes musizieren (dies wäre nun mit Bass, Drums und Klavier). Darauf folgend werden die neuen Takes mit den vorigen verglichen: Worin bestehen die Unterschiede? Wurde es „eklektischer“? Ist es „over the top“? Beim „Learning by doing“ zählt das Machen.

Es gehört Erfahrung dazu! Und das Wi c h t i g s t e : Li e b e , I n t e r e s s e , Of f e n h e i t , Ri s i k o b e r e i t s c h a f t u n d Kommunikationswillen beim Improvisieren.

The Etiquette of Ensemble Playing

Alberto Marscico (Hammond), Gio Rossi (Drums), Lars Kutschke (Git)

Sonntag, 11.10.2020

10-18 Uhr

Kleiner Saal/Aula

Anmeldung bis 8.10.2020 per Mail an: stopspam_22514f823de8dc221669afd6cac4602e

SOUNDSVILLE (Alberto Marsico - Hammond Organ, Gio Rossi - Drums, Lars Kutschke guitar)

WORKSHOP: THE ETIQUETTE OF ENSEMBLE PLAYING

Subjects: 

- how to place the tunes into the set list

- Introduction, endings

- solos: how many, order of solos, etc...

- accompaniment: how to comp behind solos or singers

-  the Dynamics. how to build up (or bring down) the dynamics of your solo.

- improvising, phrasing and musical decisions: how to tell an interesting story, develop phrases, playing the chord changes vs. ignoring them

- to play or not to play: using rests and laying out as a powerful tool

- how to interpret themes and melodies

 

Alberto, Gio and Lars …

share a deep love for the Blues , Gospel and Spiritual music. Those form the core ingredients of the sound of the Trio, and are melted with Jazz Elements, Funk and Soul and an occasional leap over the Ocean to British Rock, The Fab Four all the way to Hard Rock and Psychedelic. So, naturally Soundsville’s repertoire besides Originals (mainly written by Marsico) contains Gospel- and Blues Standards as well as re-makes of Hits by Lennon/ Mc Cartney and Steely Dan , Billy Preston or Donnie Hathaway. There’s plenty of love for Jazz and improvisational finesse to dig into - but the Trio’s sound is always deeply rooted in Alberto’s and Gio’s rock-solid Grooves and they make sure to take it back to greasy soulful Blues whenever they feel they want to.

The band has two albums available:

SOUNDSVILLE and BLUES FOR ALICE IN WONDERLAND

Soundsville is happy to come to a town near You soon! Check out sounds and videos here and make sure to catch them live.

 

Alberto Marsico 

started playing piano but quickly switched to Hammond organ under the guidance of such masters as Jack Mc Duff (1994) and Shirley Scott (1996). He loves all musical styles that involve the Hammond organ and is at home playing blues, soul, gospel and jazz. Alberto has toured and recorded all over the world: San Francisco, Los Angeles, Sydney, Singapore, Bangkok, Shanghai, Tokyo, London, Moscow, Oslo, Berlin, Brussels, Madrid, Paris, Amsterdam. He held workshops and organ masterclasses all over Europe in the most prestigious Conservatories (Leizpig, Dresden, Enschede, Oslo, Naples). In 2014 Alberto was featured in two Verve Records Cds, with Fabrizio Bosso and Jeremy Monteiro. He also recorded six Cds as a leader and over fifty as a sideman.

Gio Rossi

is looking back at 30 years of activity as a drummer in the field of Jazz and Blues, Big Band, Theatres, Cruise Ships. He has collaborated with world-class artists such as Joey de Francesco, Jesse Davis, Tad Robinson, Alex Schultz, Sugar Ray Norcia, Scott Hamilton and many others. He has participated in many international festival: North Sea Jazz Festival (with Soundsville), Cognac Blues, Ascona Jazz, Manly Jazz Festival to name a few, also performing in many clubs in New York, Los Angeles, San Francisco, Sydney, Moscow, Singapore, Berlin, Paris, Vienna, Bruxelles, Kuala Lampur, Amsterdam, Prague, Oslo and many other cities worldwide.

Gio Rossi has recorded more that 40 Cds.

Workshop mit Pablo Held

"Pablo Held: pianist, composer, blogger. Einblick in seine Werkstatt.“

13.12. 16:30 h – 18:30 h

14.12. 10 h – 14 h 

Raum W1.12

Inhalte: 

Freitag:

- Triospiel mit Pablo Held

- Wie entstehen die Kompositionen? Integration des Instruments?

- Workshopaufgaben mit Motiven der Studierenden

- prozeßorientiertes Arbeiten

- Instrumentation

Samstag mit Thomas Zoller, Moderation:

- Pablo Held, the blogger

- Solo Piano mit Studierenden und Held-performance als Abschluß

Pablo Held, geboren 1986, wuchs in einer Musikerfamilie in Hagen auf und kam früh in Berührung mit Musik verschiedenster Herkunft. Mit 18 Jahren begann er sein Jazz-Klavier Studium in Köln bei John Taylor und Hubert Nuss, das er mit Auszeichnung abschloss. 2006 gründete er das Pablo Held Trio mit Robert Landfermann & Jonas Burgwinkel, das seit seiner Entstehung 10 erfolgreiche Alben auf Pirouet Records & Edition Records veröffentlicht hat. Viele der Einspielungen landeten auf den Bestenlisten der weltweiten Fachpresse. Das amerikanische Magazin „All About Jazz“ nennt das Trio „ein Weltklasse Trio von besonderem Talent“, Ralph Towner spricht über es als „ein wichtiges Beispiel für die Evolution des Klaviertrios im Jazz“ und John Scofield würdigt das Trio als „eine der besten Gruppen der heutigen Musik“. Darüber hinaus ist Pablo auf über 30 Tonträgern als Sideman zu hören. Der WDR Jazzpreis, der SWR Jazzpreis, das Horst & Gretl Will Stipendium, der Förderpreis des Landes NRW und der Westfalen Jazzpreis seien hier stellvertretend angeführt für Preise und Auszeichnungen, die Pablo Held über die Jahre erhielt. Kollaborationen ergaben sich unter anderem mit John Scofield, Ralph Towner, Chris Potter, Jorge Rossy, Nasheet Waits, Norma Winstone, Mark Feldman, Anders Jormin, Dave Liebman, Tom Harrell und Mike Gibbs. Konzertreisen führen Pablo durch ganz Europa, Asien, Nord- & Südamerika und Kanada, oft auf in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut. Sein organisatorisches Talent zeigt sich im Kölner Jazzkollektiv KLAENG, das er mit befreundeten Musikern im Jahr 2009 gegründet hat. KLAENG organisiert mehrere Festivals, Konzertreihen, Workshops und betreibt außerdem das eigene Label KLAENGrecords. Seit 2017 kuratiert Pablo eine eigene Konzertreihe im Kölner LOFT namens „Pablo Held Meets“. Seit 2018 ist Pablo Held neben seinem langjährigen Trio auch mit einem ein neuen spannenden Projekt unterwegs: „Pablo Held’s Buoyancy Band“ mit Kit Downes, Percy Pursglove und Sean Carpio. 
In seiner erfolgreichen Interview-Serie: „Pablo Held Investigates“ spricht Pablo seit 2018 mit Musikern wie Wayne Shorter, Joey Baron, Thomas Morgan, Bill Stewart, John Scofield, Norma Winstone, Larry Goldings und Dave Longstreth über deren Herangehensweisen und verschiedene Aspekte der Musik. Mittlerweile sind ausgewählte Interviews der Serie bereits in Print-Ausgaben des Magazins JazzThing veröffentlicht worden. Pablo Held lehrt am IFM Osnabrück, am Konservatorium von Maastricht und gibt weltweit Workshops.

Tango Workshop

mit Augustin Luna und Prof. Nora Buschmann

14.10.2019  10-19:30 Uhr

15.10.2019  10 – 16 Uhr

Raum: N.N.

Unter dem Motto „Tango“ steht der erste Workshop im Studienjahr an der Dresdner Hochschule für Musik, bei dem die Studenten mit dem argentinischen Gitarristen Augustin Luna sich intensiv mit der Musik und der Interpretation beschäftigen. Die Ergebnisse dieser intensiven Erfahrung mit dem lateinamerikanischen Musikgenre präsentieren die Sänger und Sängerinnen der Klasse von Prof. Céline Rudolph und die Gitarristen der JRP-Abteilung sowie des Studiengangs Weltmusik am 15.10.2019 im Jazzclub Tonne

In der zweiten Hälfte ist Augustin Luna sowohl Solo als auch im Duo mit Prof. Nora Buschmann zu hören. Luna ist ein weltweit gefragter Solist an der akustischer Gitarre sowie Professor an der „Universidad de La Plata“. Nora Buschmann unterrichtet an der Dresdner Hochschule seit 2015 Gitarre, ist auf zahlreichen Festivals zu Gast und steht im regen Austausch mit zeitgenössischen Komponisten, deren Werke sie regelmäßig auf- und uraufführt.

 

Workshop mit Yaron Deutsch

"Die E-Gitarre in der Neuen Musik heute"

07.05.2019 17 Uhr

W407

in Kooperation mit dem Klangnetz Dresden e.V. 

Yaron Deutsch wurde 1978 in Israel geboren ; er ist Gitarrist und künstlerischer Leiter des Ensembles Nikel. 

Bereits im Alter von 18 Jahren gründete und leitete er sein erstes Ensemble – Ofek III – ein Fusion-Trio, das unter anderem seine eigenen Kompositionen aufführte. 1999 begann er sein Studium an der Rubin Academy for Music and Dance in Jerusalem bei den Gitarristen Steve Paskof und Yossi Levi. 2006 gründete er gemeinsam mit dem Saxophonist Gan Lev das in Tel Aviv beheimatete Ensemble for Contemporary Music -  Ensemble Nikel. 

Gemeinsam mit seinem Ensemble war Deutsch für zahlreiche Welturaufführungen verantwortlich, darunter Werke von Raphaël Cendo, Sivan Cohen Elias, Chaya Czernowin, Clemens Gadenstätter, Philippe Hurel, Eduardo Moguillansky, Marco Momi, Helmut Oehring, Stefan Prins und Michael Wertmüller. Als Solist trat er mit den Ensembles Ascolta (Stuttgart) und Court Circuit (Paris) auf, sowie mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Maestro Zubin Mehta, dem Klangforum Wien, dem RAI Orchestra (Turin) und dem RSO Wien unter der Leitung von Peter Eötvös und Pascal Rophe. Außerdem spielt er – gemeinsam mit Eva Reiter, als Duo mit dem Namen BAND - Viola da gamba und Blockflöte und komponiert auch für diese Formation. Die beiden Musiker widmen sich in ihrer Arbeit der Kombination von alten und zeit- genössischen Instrumenten bei gleichzeitig intensivem Einsatz von Elektronik. 

Abgesehen von seiner Tätigkeit als Musiker ist Deutsch auch Direktor des "Tzlil Meudcan", einem internationalen Ferienkurs und Festival für Zeitgenössische Musik in Israel. Er initiierte und gründete diese Einrichtung zur Förderung zeit- genössischer Musik und gewann KomponistInnen wie Chaya Czernowin und Steven Takasugi für die Leitung der Kompositionsklassen, sowie zahlreiche Kollegen und Gäste aus führenden Ensembles in Europa, die junge MusikerInnen in zeitgenössischer Aufführungspraxis unterrichten. Zur Zeit lebt Deutsch in Tel Aviv und Wien. 

 

Impulstage: The Creative Process

Workshop mit Jerry Granelli & Céline Rudolph

DER INNERE RAUM und die Anwendung im AUSSEN

Montag, 29.04. 10 - 18 h  Kleiner Saal und 112

Dienstag, 30.04. 10 - 18 h Kleiner Saal

Mittwoch, 01.05. 10 - 16 h + 17 h Konzert Kleiner Saal

Anmeldung über Sebastian Haas (stopspam_22514f823de8dc221669afd6cac4602e)

MORNINGS the inner work of the creative process

Introducing mind training of creative process, nowness and meditation practice. The first step is knowing ourselves, the first instrument the music encounters. Creative process practices, understanding musical lineage, and playing with the view of serving the music. Openness, compositional choices rather than „I want“ choices, fear, and self-consciousness. All the obstacles to being in the moment. Exercises using sound, listening, hearing and movement. Playing solos, duets, and trios. Spontaneous composition. Being completely disciplined in our craft. Being prepared. Knowing your mind, the source of your fear. Being in the moment.

AFTERNOONS the outer work of the creative process

Application of the inner work. Performance. Playing with others. Both spontaneously composing and working with form. Prepare 5 pieces of repertoire the whole group knows from memory.

CONCERT 1.Mai 17h Kleiner Saal

Mit Jerry Granelli, Céline Rudolph und den Workshopteilnehmern.

14 – 17 h 

Raum W003

 

WORKSHOPPING ORIGINAL IDEAS – Das kollektive Weiterentwickeln eigener Kompositionen und der kreative Prozess im Ensemble.

FLY MAGIC ist ein progressives Jazz-Quartett aus New York City, das seit über sieben Jahren eine eigene Klangästhetik vorantreibt und dabei Elemente aus Jazz, Post-Rock, Minimalism, Neuer Musik, Folk und Experimental miteinander verbindet. Als echte working band, die mehrere Alben veröffentlichte und international ausgiebig tourt, versteht es das Ensemble, eigene kompositorische Ideen im Kollektiv zu entwickeln. Dabei spielen außermusikalische Einflüsse oftmals eine besondere Rolle. Zum Beispiel bezieht Gitarrist Keisuke Matsuno seine Inspiration aus japanischer Kultur und dem Klangideal des traditionellen Shakuhachi-Flötenspiels: Auf der Suche nach der perfekten Balance zwischen reinem Ton und Geräusch verfremdet er seinen Gitarrenklang mit Hilfe analoger Effektpedale. Elektronische Klangfarben vermischen sich mit den akustischen Klängen von Saxofon, Bass und Schlagzeug und erschaffen neuartige Timbres.

Inhalt und Ablauf des Workshops

Im Rahmen eines interaktiven Workshops möchten wir den Studierenden der Dresdner Musikhochschule Werkzeuge an die Hand geben, ihre persönliche künstlerische Ästhetik zu erkennen und zu entfalten. Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Im ersten spielen wir ein oder mehrere unserer Stücke vor und vermitteln den Studierenden anschließend im Detail, auf welcher Grundlage einzelne kompositorische und improvisatorische Entscheidungen entstanden sind. Wir beschreiben, woher unsere Ästhetik rührt und besprechen wichtige Aspekte wie Stil. Daraufhin folgt eine Diskussion mit den Studierenden zu den Themen der Ideengewinnung und dem kreativen Schaffensprozess. Zu den Fragestellungen zählen: Woher stammen unsere Ideen? Wie vermeiden wir Reproduktion und finden stattessen neue musikalische Wege als Komponisten und Interpreten? Außermusikalische Aspekte wie z.B. kulturelle Prägung sind dabei genauso wichtig wie kreativitätsfördernde Arbeitsweisen (z.B. Flow-Erfahrungen oder Kreativitätstechniken wie das sog. divergent vs. convergent thinking).

Das Proben proben

Im zweiten Teil des Workshops nehmen wir die „Kunst des Probens“ unter die Lupe und wollen buchstäblich das Proben proben. FLY MAGIC lädt die Studierenden ein, ihre eigenen Werke oder unfertige Skizzen mitzubringen und ermöglichen Ihnen die Erfahrung, diese gemeinsam mit unserer eingespielten Band weiterzuentwickeln. Die Studierenden stoßen als neue Bandmitglieder also zu FLY MAGIC hinzu und proben mit uns ihre Stücke. Ziel ist es zum einen, den Studierenden in situ zu vermitteln, wie die individuelle Kreativität einzelner Bandmitglieder für die Evolution ihrer Komposition genutzt werden kann. Denn oftmals ist das Mitbringen eines neuen Stückes zur Bandprobe erst der Anfang einer spannenden Reise, die ein Stück absolviert, bevor es seine finale Gestalt annimmt. Durch das Experimentieren mit Tempo, Timbre, Form, Dynamik, Arrangement und Harmonik sollen neue musikalischen Horizonte erkundet werden. Zum anderen geben wir praktische Tipps zur Probenleitung und versorgen die Studierenden mit Feedback dazu, wie sie ihre Ideen der Band vermitteln. 

Hierbei schöpfen wir aus unserer langjährigen Erfahrung als aktive Mitglieder der New Yorker Jazzszene, wo Probenzeit in der Regel knapp bemessen ist und demnach effizient gestaltet werden muss. Wir behandeln außerdem die vielfältige Rolle des Bandleaders und des Sideman und besprechen Leadership-Strategien, die darauf abzielen, das Maximum an Kreativität eines jeden Musikers zu mobilisieren. Die Student_innen, die gerade nicht spielen, sondern den Prozess beobachten, werden in Feedbackrunden mit einbezogen. 

Sollten die Studierenden nicht genügen eigenes Material mitbringen, haben wir alternativ eigene Stücke dabei, anhand derer wir die angesprochenen Themen veranschaulichen können.

Zusammengefasst lauten die Workshopziele:

  • Vermittlung von Werkzeugen, mit denen Student_innen ihre eigene künstlerische Aussage schärfen können.
  • FLY MAGIC stellt ihre eigene Arbeit vor und veranschaulicht dabei Konzepte der Ideengewinnung und das Zusammenspiel elektronischer und akustischer Klangfarben.
  • FLY MAGIC probt gemeinsam mit den Studierenden deren eigene Kompositionen und zeigt anhand exemplarischer Proben, wie das kreative Potenzial einzelner Ensemblemitglieder zur Weiterentwicklung des musikalischen Materials führen kann.
  • Vermittlung von Tipps zum Thema Bandleading, Komposition, Improvisation und Probenleitung.

Timo Vollbrecht – Sax   http://timo-vollbrecht.squarespace.com/about/

Keisuke Matsuno – Git   http://keisukematsuno.tumblr.com/about

Bernhard Meyer – Bass  http://bernhardmeyer.net

Sebastian Merk – Drums   http://www.sebastian-merk.de

 

Infos: http://timo-vollbrecht.squarespace.com

 

14:30 – 18:30 h 

Raum: W 1.12

Schlagzeugspielender Exil-Koelner und Jazz-Zentrum-des-Universums-Bewohner Jochen Rueckert stellt sein Quartet vor. Die New Yorker Band mit dem Gitarristen Lage Lund, Bassist Orlando LeFleming und Saxofonisten Mark Turner spielt von Rueckert verfasste Stuecke, die - ueberraschend- mehr zuversichtlich swingen als sich in Primzahl-Metren verfangen, wie man es von einem deutschen Schlagzeuger erwartet haette.

Jochen's Vermeidung der formellen Ausbildung, vor allem in Jazz-Komposition, sorgt fuer einen erfrischenden Mangel an elitaerem Unsinn in seiner Musik.
Das Quartet spielt seit mittlerweile ueber 7 Jahren; nach unzaehligen Tourneen kann man das feingeschliffene Zusammenspiel auf tiefsten Ebenen hoeren, fern von Effekthascherei, Eitelkeit oder Einschmeichelung.

Das Quartet veroeffentlichte im Herbst 2016 sein drittes Album, "Charm Offensive" diesmal wieder auf Pirouet Records.
Man kennt Jochen von den letzten 11 Jahren des Marc Copland Trios, dem Kurt Rosenwinkel New Quartet der 2000er, Nils Wogram’s Root70 und dem Melissa Aldana trio, seiner Praesenz in der elektronischen Musik als “Wolff Parkinson White” und seinem Buch “Read the Rueckert- travel observations and pictures of hotel rooms”.

Mark Turner – Sax

Jochen Rueckert – Drums

Lage Lund – Guitar

Orlando Lefleming – Bass

 

Weitere Infos unter: https://www.jochenrueckert.net

Uhrzeit: 14 Uhr – 18:30 Uhr

Raum: N.N.

Der Drummer Jim Black und der Pianist Elias Stemeseder kommen für einen Band Workshop nach Dresden. Am Abend um 21:30 Uhr folgt ein Konzert in der Blauen Fabrik (https://blauefabrik.de) mit ihrem Duo „Bunky Swirl“. 

Jim Black, geboren 1967 in Kalifornien, studierte in Boston am Berklee College of Music und nahm in dieser Zeit bereits erste Alben mit der Gruppe „Human Feel“ auf (u.a. mit Chris Speed und Kurt Rosenwinkel). In den Neunzigern zog er nach Brookly und arbeite dort mit verschiedenen namhaften Musikern wie Dave Douglas, Tim Berne, Carla Bley. Außerdem setzte er sich intensiv mit elektronischer Musik auseinander. 

Weitere Infos unter: http://www.jimblack.com/

Elias Stemeseder, geboren 1990 in Salzburg, studierete bis 2015 am Jazz-Institut Berlin und lebt seitdem in New York. Er ist Teil verschiedener musikalischer Formationen u.a. Jim Black Trio, John Zorn‘s Bagettelles, Greg Cohen Quintet, Robert Landfermann Quintet und vielen mehr. 

Weitere Infos unter: http://www.eliasstemeseder.com

 

Workshop mit Prof. Frank Bungarten (git)

"Die Kunst des Übens"

10 – 18 h 

Kleiner Saal

 

Seinen Workshop eröffnet Prof. Frank Bungarten mit dem nicht ganz ernst gemeinten Motto

„Ich bin zu faul, um schlecht zu üben ...“

Die Performance, aber auch die tägliche Erfüllung eines Musikers hängt in erster Linie von der Qualität des Übens ab. Wie schaffen wir es aus alten Übe-Mustern auszubrechen und effizient mit Freude, Motivation und dem richtigen Zeitmanagement zu üben? Wie gehen wir mit dem Frust und der Angst um, wenn es nicht so läuft wie wir es gerne hätten? Diesen Fragestellungen wird Prof. Frank Bungarten auf den Grund gehen.

Der Workshop ist offen für alle Teilnehmer verschiedenster Stilistiken und unabhängig vom Instrument und findet im Einzelunterricht und Forum für alle statt.

Alle Fragen rund ums „Üben“ können in den Kurs eingebracht werden. Frank Bungarten bringt die ganze Erfahrung eines langen Musikerlebens mit und sagt: „Ich habe keine Theorien, aber auf jede Frage eine Antwort.

Frank Bungarten gehört zu den erfolgreichsten und anerkanntesten Solisten der Klassischen Gitarre. Seine künstlerische Haltung der kompromisslosen künstlerischen Wahrheitssuche und die Breite und Nachhaltigkeit seines Wirkens lassen ihn auch über die Gitarrenszene hinaus Gehör finden.

Seit der Verleihung des ersten Preises im Gitarrenwettbewerb von Granada durch Andres Segovia spielte er als Solist in über vierzig Ländern der Erde auf Einladung bedeutender Festivals oder im Auftrag des Goethe-Instituts.

Gleichzeitig unterrichtet er seit Anfang der 80er Jahre
an Musikhochschulen, bis heute als Professor in
Hannover und nebenbei für zwei Jahrzehnte an der Hochschule Luzern. Dazu gab er unzählige Meisterkurse mit Studierenden aus aller Welt. Seine CDs, die ein riesiges Repertoire dokumentieren, setzen seit dreißig Jahren klangliche und inhaltliche Maßstäbe und wurden vielfach ausgezeichnet. Zweimal, 2005 und 2011, wurde Frank Bungarten der ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres“ verliehen.

10 – 18 Uhr

Der aus Stockholm stammende Gitarrist und Sänger Andy Fite behandelt in seinen Workshop die Themenfelder Gitarre, Stimme, Improvisation und Songwritung. 

Weitere Infos unter: 

www.andyfite.net/workshops/

5.6.-6.6.2018

5.6.  15 – 18 Uhr

6.6.  11 – 14 Uhr

Raum W003

Von der Rille zur Krone - leidenschaftliche Überlegungen zum Gral-Wort „Groove"

Der Frankfurter Schlagzeuger Oli Rubow liebt den Rhythmus, seitdem er in die Hände klatschen kann. Wurde die musikalische Entwicklung noch stark vom Jazz geprägt, so bewegt er sich seit Ende der Neunziger leidenschaftlich zwischen den verschiedensten elektronischen Stilrichtungen der DJ-und Club-Kultur und begeistert sich heute gleichermaßen für die Ästhetik elektrifizierter Beats, sowie für das Handgemachte, Improvisierte.

Neben seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Basslegende Hellmut Hattler und den Lounge-Pionieren von ›De Phazz‹, sowie diversen eigenen Projekten (u.a. ›Netzer‹, ›Luminos W‹), gab es immer wieder interessante Gastspiele, beispielsweise bei den Bigbands des HR und NDR, den ›Fantastischen Vier‹, bei ›Cro‹, ›Henrik Schwarz‹, oder ›Jazzanova‹. 

Oli Rubow hat aber auch eine Ader für das Didaktische: neben viel Geschriebenem - zwei Lehrbüchern (›E-Beats am Drumset‹, ›Das moderne Schlagzeugquartett‹), der Workshopreihe ›Vom Zitat zum Ich‹ im drums&percussion Magazin und dem Weblog e-beats.net - doziert der leidenschaftliche Rhythmusgestalter an der Frankfurter Musikhochschule. Und gibt Workshops.

In der Dresdner Musikhochschule packt er den Teilnehmern einen stilungebundenen Inspirationskoffer und erklärt, wie sich mit minimaler Ausrüstung, kreativen Ideen und der Integration von Strom und Elektronik zeitgemäße Grooves gestalten lassen.

Man darf gespannt sein: es werden Geschichten erzählt, Geheimnisse verraten und gemeinsam getrommelt!


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