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Sensomotorisches Training zur Schulung der Körperwahrnehmung am Instrument

Gruppenunterricht

Berufliches Musizieren geht mit erheblichen körperlichen und seelischen Belastungen
einher und ist insbesondere für das sensomotorische System eine extrem anspruchsvolle
Tätigkeit. Zu den bekannten Risikofaktoren für spielbedingte körperliche Überlastungserscheinungen
zählen unter anderem (a) eine erhöhte Muskelspannung und (b) eine muskuläre Ermüdung.
Die Wahrnehmung der Muskelspannung – und eben auch einer erhöhten
Muskelspannung – erfolgt über das sensorische System der Propriozeption, oft auch
als „sechster Sinn“ bezeichnet. In Ergänzung zu den vielfältigen körperorientierten
Angeboten unserer Hochschule zielt dieser Kurs darauf ab, die Propriozeption (oder auch
Tiefensensibilität) durch ein gezieltes sensomotorisches Training zu verbessern, dies sowohl
abseits des Musikinstruments oder – bei Gesangsstudierenden – des Gesangs als auch am
Instrument bzw. unter Einsatz der Stimme. Der Kurs lädt die Studierenden ein, bewusst ihren
Körper als „erstes Instrument“ zu betrachten bzw. zu wertschätzen. Wir erforschen gemeinsam
den Zusammenhang zwischen Körperwahrnehmung und Bewegung mittels Faszien-,
Balance- und Tiefenmuskulatur-Training. Die ergonomischen Aspekte des jeweils gespielten
Instruments werden durch praktische Erfahrungen studiert, die musikalischen Bewegungsabfolgen
optimiert, eine individuelle ökonomische Haltung beim Musizieren gesucht.
Ihre Kreativität kommt ins Spiel, um Bewegungs-, Spannungs-, Entspannungs- und
Atmungs-Variationen zu explorieren mit dem Ziel, eine Steigerung der Qualität des Spiels
bzw. Gesangs zu ermöglichen und nicht zuletzt die Freude und den Genuss beim Musizieren
zu mehren.

Organisation

Beginn WiSe: 20.10.2022
Zeit Do 09:15-10:45
Ort Rhythmikon (Wettiner Platz 10a/ Hinterhof, 1. OG)
Teilnahme nur über Einschreibung!

 

Anmeldung

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