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Feldenkrais-Methode

Die Feldenkrais-Methode wurde nach ihrem Begründer Moshé Feldenkrais (1904-1984) benannt. Vor dem
Hintergrund seiner Ausbildung als Physiker und Doktor der Ingenieurwissenschaften erforschte er u.a.
Bewegungsabläufe beim Menschen im Schwerefeld. Seine daraus entwickelte Lernmethode orientiert sich
am frühkindlichen bzw. organischen Lernen. Dabei werden grundlegende Zusammenhänge von Bewegung –
Wahrnehmung – Fühlen – Denken – Handeln aufgedeckt. Feldenkrais nennt sein methodisches Vorgehen
“Bewusstheit durch Bewegung“ (angeleitete Gruppenarbeit) und “Funktionale Integration“ (geführte Einzelarbeit).
Zu seinen Schülern gehörten u.a. der Dirigent Igor Markevitch und der Geiger Yehudi Menuhin. In einer
Feldenkrais-Lektion werden motorische Funktionen wie bspw. Beugen, Strecken oder Rotation verbal angeleitet
und erklärt. Feldenkrais entwickelte Hunderte von Lektionen mit kleinen leichten Bewegungen. In der
Feldenkrais-Arbeit mit Musikstudierenden werden insbesondere musikerspezifische Themen berücksichtigt.
Dabei erfolgt ein achtsames Erforschen von Bewegungsgewohnheiten, die meist automatisch ablaufen, mit Hilfe
einer bewussten Körperwahrnehmung. Werden diese Abläufe bemerkt und wertfrei betrachtet, geschieht Lernen
auf Augenhöhe ohne Leistungsdruck. Dabei geht es nicht primär um eine korrekt ausgeführte Bewegung, sondern
um die Entdeckung der Vielzahl von (Bewegungs-) Möglichkeiten. Bleibt der/die Lernende interessiert, verändert sich
sein/ihr Denken über Bewegung. Dieses veränderte Denken beeinflusst auch das Lernen am Instrument. Das
Bewegungsrepertoire erweitert sich spielerisch. Sensomotorisches Lernen wird unterstützt, indem das Gehirn befähigt
wird, neue Muster zu bilden.

In der Feldenkrais-Methode erhalten Sie als Studierende Antworten auf Fragen, die Ihnen beim täglichen Lernen/Üben
am Instrument begegnen. Hier finden Sie Unterstützung in Ihren Lern- und Entwicklungsprozessen durch eine
Weiterentwicklung der körpereigenen Wahrnehmung und Koordination. Diese Prozesse finden z.B. statt

- im Kontext des Übens und Lernens am Instrument (bspw. während des Umlernens der Spiel- bzw. Gesangstechnik);
- bei der mühelosen Aufrichtung im Sitzen und Stehen;
- beim Hinterfragen und Neulernen der Bewegungsmuster von Händen, Armen und des Schulter-Hals-Nacken-Bereichs;
- beim Erfahren vom Verständnis für Gewicht, Loslassen und Leichtigkeit;
- bei der Integration der Atmung;
- bei der Schulung der Konzentrationsfähigkeit und des mentalen Lernens;
- beim Erlernen eines konstruktiven Umgangs mit Lampenfieber bei Prüfungen, Auftritten etc.

Bitte bequeme Kleidung, evtl. Socken und ein Tuch/Unterlage für die Matte mitbringen.
 

Organisation

Beginn WiSe: 13.10.2021
Zeit Mi 18:45-20:15
Ort Rhythmikon (Wettiner Platz 10a/ Hinterhof, 1. OG)
Teilnahme nur über Einschreibung!