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Neujahrskonzert

Hochschulsinfonieorchester und Solistinnen und Solisten

 


Neujahrskonzert

Hochschulsinfonieorchester und Solistinnen und Solisten

 

10.01.26 Saturday 19:00
Hochschule für Musik Dresden, Konzertsaal , Wettiner Platz/Schützengasse 29 , Dresden

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Entrance
25€ | erm. 20€

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Ein Konzert zwischen den Welten – von Tradition bis Moderne, von Emotion bis Konstruktion. Das Hochschulsinfonieorchester präsentiert unter der Leitung von Prof. Roland Kluttig Uraufführungen aus der Jazz/Pop-Kompositionsklasse von Prof. Stefan Behrisch. Die Werke überschreiten stilistische Grenzen – irgendwo zwischen Filmmusik, Neuer Musik, Spätromantik und Groove. Persönlich, erzählend und klanglich mutig, erkunden sie das Orchester als Medium zwischen Intuition und Struktur – und vertonen die Welt von heute. Im zweiten Teil des Programms erkunden die jungen Musikerinnen und Musiker des HSO das erste Erfolgsstück von Igor Strawinsky dessen Musiksprache die Welt des Orchesters ganz gewaltig bereichert hat.

Programm

Elias Biegler
Orchestral Type Beat

Elias Biegler
Ridiculus
Solo- Violine: Clara Shizuko Heise,Klasse Prof. Natalia Prishepenko        
          Polina Popova, Klasse Prof. Ralf-Carsten Brömsel

Prof. Stefan Behrisch
Clarinet Concerto
Solo-Klarinette: Sehyeon Kim, Klasse Prof. Fabian Dirr

Arthur Clees
dorne geschossen

Justus Wolf
Die eigene Antitra
Solo-Gesang: Alda Zinke, Klasse Nadja Dehn 
Kostüm: Emma Schwarz

Jakob Minkenberg
ein bisschen mehr
Solo-Flügelhorn: Ben Mammel, Klasse Prof. Till Brönner 
Solo-Altsaxophon: Hendrik Marin, Klasse Prof. Finn Wiesner

PAUSE

Igor Strawinsky
Der Feuervogel
Ballettsuite für Orchester (1945)
Dirigat 10.01.2026: Prof. Roland Kluttig
Dirigat 11.01.2026: Reoto Takagi, Klasse Prof. Roland Kluttig

 

***

 

Die Jazz/Pop-Kompositionsklasse von Prof. Stefan Behrisch zeichnet sich aus durchPraxisorientierte Arbeit in Projekten. Interdisziplinäre Zusammenarbeiten. Gemeinsames Erforschen, Entwickeln, Lernen und Arbeiten. Authentizität, Professionalität, Vielseitigkeit. Im Studium entwickeln Studierende professionelle handwerkliche und künstlerische Fähigkeiten. Offenheit in alle Stilrichtungen. Ein breites Fundament an Arbeitsweisen. Kreative Arbeit innerhalb gesetzter Rahmenbedingungen. Schreiben für große und kleine Besetzungen. Für Stimmen, Instrumente und Elektronik. Zusammenarbeiten mit anderen Musikschaffenden, Künstlern und Gewerken.

Es geht um persönliche und zugängliche Musik, die viele Menschen anspricht. Ausgehend von der Jazz/Pop Tradition, und offen in alle Richtungen, entwickeln Studierende eine persönliche, authentische, emotionale Musiksprache, die viele Menschen anspricht, die begeistert und bewegt. Musik die vom Hören kommt, und vom Singen.

 

Erläuterungen der Studierenden zu ihren Kompositionen

Elias Biegler
Orchestral Type Beat
(Strg+C, Strg+V). Dann doppelt das Fagott halt einfach die Klarinette ... aber irgendwie sieht das zu hoch aus (Strg+Z). Und wann sollen die eigentlich atmen? (Strg+Z, Strg+Z). Naja, hauptsache der Bass knallt. (Shift+D fff). 
(Elias Biegler)


Elias Biegler
Ridiculus
(Strg+C, Strg+V, Strg+C, Strg+V). Das ist ziemlich oft der gleiche Takt. Was mache ich, wenn das Orchester wegen mir mit faulem Obst beworfen wird? Oder wenn die Solo-Violinen Stimme nicht spielbar ist? Bei Harry Potter gabs doch diesen Zauberspruch. Vielleicht funktioniert der hier auch.
(Elias Biegler)


Arthur Clees
dorne geschossen
dorne geschossen ist ein stolpernder Sprung in den Versuch, einen neuen kompositorischen Ansatz zu wagen, und mich dem eigenen Geschmack zu nähern. Dabei bemühe ich mich, mich stärker der Musik selbst und dem Klang als solchen zu widmen, weniger seiner Interpretation.

Der Titel mag dennoch auf Fragen verweisen, die tief in meiner Intuition verankert sind und in genau diesem Prozess fragmentarisch zur Geltung kommen; generationsübergreifende Traumata, das Kind und seine Fragen, harmonische Kaschierungen, musikalische Konventionen und Ausbrüche - und ob sich all das vereinen lässt.
(Arthur Clees)


Justus Wolf
„Die eigene Antitra”
Wir sind im Krieg. Im Krieg mit der Antitra.  
Ein Wesen in Form eines kleinen schwarzen Punktes schwebt in einer Blase über einem blubbernden dunklen Teich und versucht, sich in dem Stück aus dieser Blase herauszukämpfen. Sie kämpft gegen ein System, das ich bisher nur gespürt, aber nicht verstanden habe, weil es viel zu groß und komplex ist, um es zu greifen. Das Stück sollte sich eigentlich mit dem Thema Zwangsstörung beschäftigen, bis ich begriff, dass diese „Störung“ nicht allein in Köpfen entsteht und lebt, sondern von etwas viel größerem geschaffen wird, von Menschen, die in einem binären System gefangen sind.

Gehindert werden wir in unserer kreativen und persönlichen Entfaltung durch Zwänge, Algorithmen, politische und gesellschaftliche Dogmen und viele weitere Systeme. Die Antitra spüren immer mehr Menschen, die in einer Welt leben, die zu kollabieren droht. Sie kann den Kollaps verursachen, aber auch eine Revolution anstoßen. Wir können tra oder anti sein, dachte ich. Aber in diesen beiden Sätzen zeigt sich wieder nur Binärität, das Denken in schwarz und weiß, in 0 und 1.  

Dieses Stück, die Antitra, hat mich zum Kettenraucher gemacht, an allem zweifeln lassen und zum Schluss war mir alles egal, weil ich doch einfach mal wieder Musik machen wollte. War das ein erster Ausbruch aus dem antitralen, binären System?
(Justus Wolf)


Jakob Minkenberg
ein bisschen mehr
altsaxophon, flügelhorn  und orchester

das ist das ende. das ist der anfang. *warum ist alles klein geschrieben*
HALLO
AUFWACHEN!
bitte (jetzt)/(nicht) klatschen.
es gibt drei abschnitte. jetzt. verstehe. ich.
jede form von ausdruck ist ausdrücklich zum ausdruck zu bringen. von dir.
schön, dass du da bist. SOS kultur
(Jakob Minkenberg)
 

***

Das Hochschulsinfonieorchester ist eines der Herzstücke der Hochschule für Musik. Das Orchesterspiel stellt neben solistischer und kammermusikalischer Schulung den zentralen Schwerpunkt einer praxisnahen Ausbildung sowohl von Orchestermusikern als auch Musikpädagogen dar. Neben den hochschuleigenen Professoren unterrichten viele Mitglieder der Sächsischen Staatskapelle Dresden und der Dresdner Philharmonie.

Kooperationen, Praktika und die Möglichkeit, als Substitut, Aushilfe oder in der Orcheste-rakademie zu arbeiten, schaffen zahlreiche Chancen des direkten Berufseinstiegs. Seit 2025 wird das Orchester von Prof. Roland Kluttig geleitet. Der Ausbildungsschwerpunkt des klassischromantischen sowie des zeitgenössischen Repertoires wird durch die Aufführung selten gespielter Werke und Uraufführungen stetig erweitert. Regelmäßig bringt das Hochschulsinfonieorchester studentische Kompositionen zur Uraufführung. Gesonderte Arbeitsphasen widmen sich der Aufführungspraxis Alter Musik.

 

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