Dr. Clara Haberkamp
Jazz/Rock/Pop, Professorinnenprogramm 2030
Clara Haberkamp (1989) wuchs in einem von klassischer Musik und Jazz geprägten Musikerhaushalt auf und erhielt früh eine klassische Klavierausbildung, aus der sich parallel eine ebenso prägende Nähe zum Jazz entwickelte. Als Mitglied des Jugendjazzorchesters NRW führten sie Konzertreisen unter anderem nach Israel und Südostasien; mit dem Bundesjazzorchester wirkte sie an einer Aufführung mit dem Sänger Kurt Elling mit. Nach einem Jazzklavierstudium am Jazzinstitut Berlin absolvierte sie ein Masterstudium in Komposition an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, das sie 2017 mit einer CD-Produktion eines eigens für die NDR Big Band komponierten Programms abschloss.
Ein Klaviertrio zu leiten, gehört zu den Konstanten in Clara Haberkamps Karriere; ihr erstes Trio gründete sie 2010. Mit dem „Newcomer Award“ des Festivals Jazz Baltica realisierte das Clara Haberkamp Trio im Jahr 2011 seine Erstveröffentlichung und bald darauf das Album „Orange Blossom“ (Traumton Records), das für einen Echo nominiert war. Der Norweger Jarle Vespestad kam 2022 als etatmäßiger Schlagzeuger hinzu. Das Album „Plateaux“ ist die erste Einspielung mit ihm und dem ebenfalls feinsinnigen und erfahrenen Bassisten Oliver Potratz. Es folgten Konzerte im Deutschlandfunk, im Rolf-Liebermann-Studio des NDR, beim Festival Jazz Baltica und beim Jazzfestival Münster.
Für das Jahr 2021 übernahm sie die künstlerische Leitung des Konzertabends „Klassik meets Jazz“ im Konzerthaus Berlin im Rahmen von Young Euro Classic. Der Radiomitschnitt des Abends (DLF) wurde für den Deutschen Jazzpreis 2022 nominiert. Auf Einladung der Minz GmbH nahm sie an einem Kulturaustausch in China teil, bei dem sie gemeinsam mit der Schlagwerkerin Shengnan Hu die musikalische Leitung innehatte und als Komponistin traditionelle chinesische Instrumente mit einem Jazzensemble verband.
2025 wurde Clara Haberkamp mit dem Westfalen Jazzpreis ausgezeichnet und ist mit ihrem Album „Love Maps“ für den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2026 nominiert. Als Solistin und mit ihrem Trio war sie unter anderem beim Festival da Jazz in St. Moritz, bei Jazz&The City in Salzburg, beim Dinant Jazz Festival (Belgien) sowie im Februar 2026 beim Trauerstaatsakt zu Ehren von Prof. Dr. Rita Süssmuth im Deutschen Bundestag zu erleben. Als Yamaha Artist dreht sie regelmäßig Musikvideos und diversen Content für Yamaha Europe und Yamaha Global und stellt verschiedene Instrumente in Wien, Paris und Hamburg vor.
Als Stipendiatin der Claussen-Simon-Stiftung hat sie zudem eine künstlerisch-wissenschaftliche Dissertation an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg verfasst und erfolgreich verteidigt. Seit Oktober 2026 unterrichtet sie als künstlerische Mitarbeiterin Musiktheorie und Ensemble an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden.
