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Aktuell Alle Meldungen aus dem Fachbereich künstlerisch-pädagogische Ausbildung

Erasmus-Aufenthalt in Norwegen

Malte Pick studiert Lehramt Doppelfach Musik mit dem Hauptfach Jazz/Rock/Pop Saxophon an der HfM Dresden. Das Wintersemester 2025/26 verbrachte er im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms an der Norges musikkhøgskole  (NMH) in Oslo (Norwegen). Hier berichtet er u.a. von seinen Eindrücken und persönlichen Erfahrungen an der Musikhochschule.

„Das Leben in einem anderen Land für länger als ein paar Tage oder Wochen kennenzulernen und zu entdecken, wie Musik(pädagogik) dort gedacht, diskutiert, gelehrt und gelernt wird, war der Anlass für meinen Auslandsaufenthalt während des Studiums. Ich habe mich aufgrund meines persönlichen Interesses am Erleben des "nordischen Lebensgefühls", des allgemein guten Rufs der skandinavischen Bildungssysteme und der Größe der musikpädagogischen Fakultät der norwegischen Musikhochschule für die NMH in Oslo entschieden und durfte dort im nicht lehramtsbezogenen Studiengang Master of Music Education studieren.

Das Besondere an dem Studienprogramm ist seine rein theoretische Ausrichtung, die mit einer vergleichsweise geringen Anzahl an Modulen und Lehrveranstaltungen einhergeht und stattdessen eigenständiges Lernen und Forschen im Rahmen der individuellen Masterarbeiten in den Mittelpunkt stellt. Für letztere mussten meine norwegischen Kommiliton*innen bereits bei der Bewerbung auf den Masterstudiengang Forschungsvorhaben einreichen, sodass mit der Aufnahme des Studiums das Thema bzw. die Forschungsfrage (vor)definiert ist. Die Lehrveranstaltungen dienen entsprechend als fachliche Orientierung und/oder Ausgangspunkt für weitere Überlegungen im Kontext der eigenen Arbeit. 

Anders als an der Musikhochschule in Dresden werden die musikpädagogischen Seminare von verschiedenen Personen innerhalb der musikpädagogischen Fakultät moderiert, deren jeweilige Forschungsschwerpunkte die Seminarthemen bestimmen. Auf diese Weise kam ich als Student mit mehreren Forscher*innen und Expert*innen aus bzw. in den unterschiedlichsten Bereichen der Musikpädagogik in Kontakt. 

Sowohl die Lehrenden als auch meine Kommiliton*innen und die Personen, die in der Hochschulleitung und -verwaltung arbeiten, begegneten mir stets auf Augenhöhe und mit großem Engagement. Nicht nur uns Austauschstudierenden, sondern allen Studierenden gegenüber wurde betont, dass die Hochschule ein Ort für jede Person sein soll und sich die Hochschule ändern müsse, wenn sich eine Person dort nicht willkommen und wohl fühlt. Diese Mentalität spürt man meiner Erfahrung nach und sie äußert sich in einem sehr angenehmen, offenen und von Respekt geprägten Umgang und im Hochschulklima. 

Jemandem, der diesen Text liest und sich inspiriert fühlt, jemand, der unabhängig davon plant, sich für ein Austauschsemester im Master of Music Education an der Norges musikkhøgskole zu bewerben, und meinem früheren Ich würde ich empfehlen, zuvor bereits einen Sprachkurs in Norwegisch zu belegen und/oder den dortigen Sprachkurs (NORSK20) zu belegen. Außerdem möchte ich noch einmal hervorheben, dass der dortige Masterstudiengang rein theoretisch ist und – anders als im künstlerisch-pädagogischen Masterstudiengang Musikpädagogik der HfM Dresden – keinen künstlerischen Unterricht vorsieht. 

Alles in Allem war das Erasmus-Programm eine tolle und niederschwellige Möglichkeit, eine Zeit im Ausland zu leben und zu studieren, und ich lege jeder Person nahe, zumindest einmal zu prüfen, ob eine Bewerbung infrage kommt. 

Gå ut og opplev verden! (dt.Geh hinaus und entdecke die Welt!)"


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Der Student Malte Pick vor dem OslofjordBlick über Oslo bei blauen HimmelOpernhaus von OsloNorges musikkhøgskole Oslo bei SonnenscheinSchneebedeckte Berge bei blauen HimmelEingang des Edvard Grieg Museums in Troldhaugen