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Erasmus-Aufenthalt in Österreich

Franziska Köchel studiert Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) mit dem Hauptfach Klavier an der HfM Dresden. Das Wintersemester 2025/26 verbrachte sie im Rahmen des Erasmus-Austauschprogramms an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mwd). Im Interview berichtet sie u.a. von seinen Eindrücken und persönlichen Erfahrungen an der Musikhochschule.

Warum haben Sie sich für einen Auslandsaufenthalt während Ihres Studium entschieden? 

Schon während der Schulzeit hatte ich mir vorgenommen, einmal längere Zeit nach Frankreich zu gehen. Dort hat es mit einem Erasmus-Aufenthalt leider nicht geklappt, aber umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich stattdessen einen Platz an der mdw bekommen habe!

Was sind die wesentlichen Unterschiede Ihres Studiums an der Partnerhochschule im Vergleich zur HfM Dresden? 

Die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ist mit ungefähr 3.000 Studierenden eine viel größere Hochschule als die HfM Dresden. Somit gibt es größere Studiengänge und oft auch mehr Teilnehmende pro Seminar. In Klavierdidaktik war ich beispielsweise zusammen mit rund 20 anderen Klavier-IGP-Studierenden aus einem Jahrgang (im Vergleich zu nur zwei bis drei Studierenden in Dresden). Somit ist ein vielseitigerer Austausch zwischen Studierenden der gleichen Fachrichtung möglich. Ein weiterer Unterschied zur HfM Dresden ist, dass sich die mdw auf mehrere Gebäude innerhalb Wiens verteilt und man deshalb einige Wegzeiten einberechnen muss. 

Was hat Ihnen insgesamt besonders gut gefallen? 

An der mdw haben mir besonders die Möglichkeiten im Bereich der IGP gefallen. Durch die Größe der einzelnen Institute gibt es beispielsweise eigene Institutsbibliotheken, wie die des Instituts für Klavier in der Musikpädagogik. Sehr dankbar bin ich auch darüber, dass ich die Seminare Klavierdidaktik und Lehrpraxis besuchen durfte, auch wenn ich diese in Dresden eigentlich schon abgeschlossen hatte. Durch andere Lehrpersonen und Kommiliton*innen konnte ich im Bereich der Klavierdidaktik wichtige Inhalte dazulernen. Allgemein hatte ich bei der Wahl meiner Seminare eine viel größere Auswahl als bei der Bewerbung erwartet und durch das sehr gut funktionierende Online-Portal der mdw war der Einschreibeprozess sehr einfach. 

Generell hat mir das Leben in der musikalischen Stadt Wien sehr gut gefallen und dass Wien zu den lebenswertesten Städten der Welt zählt, kann ich nur bestätigen! 

Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen? 

Ich würde alles genauso wieder machen ☺

Was haben Sie während Ihres Aufenthalts als Musikerin und als Mensch gelernt? 

Musikalisch und künstlerisch konnte ich stark vom Hauptfachunterricht bei Prof. Bernhard Pötsch profitieren, bei dem ich u.a. die Möglichkeit hatte, einige Stunden Hammerklavier-Unterricht zu erhalten. Der musikalische Horizont wurde außerdem durch den Austausch mit anderen europäischen Studierenden erweitert, z.B. im Bereich der Kammermusik. Dadurch, dass Österreich zum deutschsprachigen Ausland gehört, waren relativ viele Studierende aus deutschen Musikhochschulen für ein Auslandssemester dort. Dadurch konnten auch viele Erfahrungen des Studiums an verschiedenen Hochschulen Deutschlands miteinander geteilt werden, die, wie ich finde, in unserem sehr individuellen Studiengang sehr wichtig sind. Ich kann den Erasmus-Austausch jedem wärmstens empfehlen und vor allem den Aufenthalt in einem deutschsprachigen Ausland für jene Studierende, die zwar gern Erfahrungen außerhalb Deutschlands sammeln wollen würden, für die die Fremdsprachen aber ein Hindernis wären.

Die Musikpädagogik-Studentin Franziska Köchel vor dem Institut für Klavier in der Musikpädagogik am Rennweg, ehemaliges Salesianerinnen-KlosterInnenhof des Instituts am Rennweg der Wiener MusikhochschuleMusikverein Wien bei NachtDas Wiener Rathaus bei Nacht