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Studierendenchor fährt nach Rom

„Als Studierende in Dresden tragen wir eine besondere Verantwortung, uns mit der Geschichte auseinanderzusetzen und den Dialog zu suchen. Dabei ist insbesondere der Holocaust und das dritte Reich ein Thema, das uns tief bewegt und mit dem wir uns intensiv und über die Kunst hinaus auseinandersetzen wollen“, so Lukas Alois Roth, der an der Hochschule für Musik Dresden Musiklehramt im Doppelfach studiert. Für eine Konzerteinladung am 16. November 2021 zum Festival Internazionale di Musica e arte Sacra fährt er gemeinsam mit seinem 18-köpfigen Studierendenchor „Ex Silentio“ (lat. aus der Stille) nach Rom. Begleitet wird er dabei vom Bayreuther „Zamirchor“ und dem israelischen „Ashirachor“.

„Wir singen in der päpstlichen Basilika Sankt Johann im Lateran gemeinsam mit dem Nova Amadeus Orchester Roma und freuen uns darauf, auf dem italienischen Musikfestival zum interreligiösen Dialog beizutragen“, so Roth. Das Programm, bestehend aus Werken, die im Zusammenhang mit dem Holocaust und der Bombardierung Dresdens entstanden sind, war ursprünglich für ein Konzert am internationalen Holocaust-Gedenktag geplant. Nun findet das Konzert im Gedenken an die Novemberpogrome im Zweiten Weltkrieg statt. Gerade als Lehramtsstudierende ergäben sich durch dieses interdisziplinäre und internationale Projekt wertvolle Einsichten und Perspektiven für das spätere Berufsleben.

Neben den Konzerten, der künstlerischen Auseinandersetzung und Aufarbeitung des Themas soll das Projekt vor allem eine Plattform des Dialogs für die deutschen und israelischen Sängerinnen und Sänger sein. Dem Ensemble der Dresdner Studierenden sei die inhaltliche Vorbereitung und Auseinandersetzung mit dem Thema Zweiter Weltkrieg, Holocaust und die Folgen für das Hier und Jetzt sowie der individuellen Positionierung dazu wichtig. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Reise mit dem israelischen Partnerchor und darauf die deutsch-israelischen Beziehungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu erleben und zu gestalten. In Bayreuth wird der Holocaustüberlebende Abba Naor von seiner Geschichte berichten und mit uns ins Gespräch kommen“, so Roth.

Die Konzertreise beginnt am 9. November und führt über Bayreuth, wo sich die drei Chöre zum Proben treffen und ein erstes A Capella-Konzert geben, nach Rom, wo die Orchesterproben am 14. November starten. Das Vorhaben wird unterstützt u.a. durch die Freundesgesellschaft der Freunde und Förderer der Musikhochschule, den Studierendenrat der HfM Dresden, das Studentenwerk und die Stadt Dresden.

Nähere Informationen zum Kammerchor Ex Silentio
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