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MiKADO-Musik-Studie zeigt alarmierenden Nachwuchsmangel

Am 25. November 2025 wurde in Berlin und online die Studie MiKADO-Musik vorgestellt, die den „Mangel an Nachwuchs im Künstlerisch-Pädagogischen Bereich an Ausbildungsinstituten in Deutschland und Österreich“ untersucht. Mit Prof.in Dr.in Katharina Bradler als mitglied der Steuerungsgruppe war die HfM Dresden gemeinsam mit Vertreter*innen aus Saarbrücken, Köln, Freiburg, Hannover und Düsseldorf maßgeblich an der Studie beteiligt. Sie wird 2026 in der Online-Zeitschrift üben & musizieren. research veröffentlicht. Die Pressekonferenz ist als Liveaufnahme online verfügbar.

Zentrale Ergebnisse der Untersuchung sind alarmierend: Bis 2035 gehen rund 14.700 Musikschulkräfte in den Ruhestand – dem stehen lediglich etwa 4.000 Absolvent*innen der Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) sowie der Elementaren Musikpädagogik (EMP) gegenüber. Hochrechnungen zeigen, dass in zehn Jahren etwa drei Viertel der offenen Stellen nicht mit entsprechend qualifizierten Lehrkräften besetzt werden könnten. 

Die Gründe für den dramatischen Nachwuchsmangel sind vielfältig und verstärken sich gegenseitig: unzureichende Vergütung, anspruchsvolle Arbeitszeiten, negative öffentliche Wahrnehmung des Berufs sowie persönliche Faktoren wie berufliche Identifikation, Sichtbarkeit oder Autonomiebedürfnisse.

Die Studie, entstanden auf Initiative der „Arbeitsgemeinschaft der Leitenden pädagogischer Studiengänge“ (ALMS) und des „Ausschusses Künstlerisch-Pädagogische Studiengänge“ (KPS) der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen (RKM), wurde in einem breit angelegten Crowd-Research-Projekt mit über 50 Forschungsgruppen durchgeführt. Zahlreiche Hochschulen und Studieninstitutionen sowie der Verband deutscher Musikschulen (VdM) wirkten daran mit.

Die Ergebnisse liefern konkrete musikpolitische Forderungen: Dazu gehören die Förderung von Praktikums- und Mentoring-Programmen, die Ausweitung praxisnaher Studienplätze, die Verbesserung der Arbeitsbedingungen an Musikschulen, die Erweiterung des Instrumenten- und Ensemblekanons sowie regionale Kooperationen zwischen Hochschulen und Musikschulen. Umgesetzt werden sollen diese Maßnahmen durch eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Sicherung der außerschulischen Musikalischen Bildung.


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Mikado-StäbeKatharina Bradler/Foto: Stefanie Pilz