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Mitteldeutscher Jazzpreis geht an Schlagzeug-Studenten
Der Dresdner Jazz/Rock/Pop-Schlagzeug-Student Samuel Dietze hat mit seinem Ensemble den Mitteldeutschen Jazzpreis 2026 gewonnen. „Ich freue mich für mein Ensemble über die Auszeichnung mit dem Mitteldeutschen Jazzpreis 2026, spreche meine Wertschätzung aus und halte es für wichtig zu betonen, dass es nicht selbstverständlich ist, solche fördernden Strukturen zu haben, die uns Künstler*innen unterstützen und Bestätigung für unsere kreative Arbeit geben“, so Dietze.
Dieser mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde zum vierten Mal von den Musikhochschulen in Leipzig, Dresden und Weimar ausgelobt. Der zweijährig zu vergebende Preis würdigt eine herausragende künstlerische Leistung. Samuel Dietze und seine Ensemblemitglieder Hendrik Marin (Saxophon, Effects), Victor Möhmel (Piano, Rhodes, Synthesizer) und Kevin Knödler (E-Bass, Kontrabass) werden das Jazzfest der Leipziger Hochschule für Musik und Theater (HMT) am 20. März eröffnen.
„Ich bin froh über die Offenheit des Mitteldeutschen Jazzpreises. Viele Preise und Förderungen fassen den Jazzbegriff sehr eng, wodurch interessante Künstler*innen durch ein Raster fallen und damit weder gefördert noch sichtbar gemacht werden. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass uns im Hinblick auf Genrebegriffe eine Emanzipation gelingt, so dass eine neue Generation von Musikschaffenden gezielt gefördert werden kann und diese damit die Mittel und Wege hat, die aktuelle Kulturlandschaft bewusst zu gestalten“, so Samuel Dietze.
Samuel Dietze (*2002, Hoyerswerda) ist Schlagzeuger und Komponist, dessen Arbeit Genrebegriffe grundlegend hinterfragt, stilistische Zuschreibungen aufbricht und sich bewusst gegen Kategorisierung richtet. Seit 2021 studiert er Schlagzeug in der Fachrichtung Jazz/Rock/Pop an der HfM Dresden. Geprägt wurde er sowohl von Mentoren wie Prof. Michael Griener, Christian Lillinger, Diego Piñera, Prof. Sebastian Merk und Prof. Günter Baby Sommer als auch von seiner intensiven Auseinandersetzung mit Neuer Musik. In diesem Kontext wirkte er performativ unter anderem bei der Sinfonietta Dresden sowie bei Uraufführungen im Rahmen des ContemPLAY Festivals in Vilnius (Litauen) mit.
Samuel Dietze ist international tätig und konzertierte unter anderem in China, den Niederlanden, Polen, Slowenien, Litauen, der Schweiz und Deutschland. Neben Auftritten im Muziekgebouw Amsterdam spielte er mit verschiedenen Bands im ZigZag Jazzclub Berlin sowie auf dem NueJazz Festival. Diese Praxis unterstreicht seine Ablehnung fester Genrezuweisungen, die er als diskriminierend begreift.


