Carl Maria von Weber und das Fremde
Wissenschaftliches Symposium anlässlich des 200. Todestags
Carl Maria von Weber und das Fremde
30.05.26 Samstag 09:30-17:30
Hochschule für Musik Dresden, Kleiner Saal
, Wettiner Platz 13
, Dresden
Eintritt
Eintritt frei
Kompositorische Modelle • kulturelle Zuschreibungen • diskursanalytische Perspektiven
Carl Maria von Weber hat sich während seiner gesamten Schaffenszeit ungewöhnlich intensiv mit der Verarbeitung „national-charakteristischer“ Themen beschäftigt. Seine musikalische Weltkarte reichte von Polen, Russland, Ungarn, Spanien, Schottland, Grönland bis nach Indien, China und dem arabischen orient. Welche Vorstellungen verbanden sich im frühen 19. Jahrhundert mit diesen Völkern? Wie ging Weber kompositorisch mit dem fremden Material um? Wie verhielt sich dieser Kosmopolitismus zu den gleichzeitigen Bestrebungen, eine deutsche Nationalkultur zu definieren? Führende Expertinnen und Experten der Weber-Forschung und der Kulturwissenschaften widmen sich diesen bislang wenig beleuchteten Fragen in einem zweitägigen Symposium.
Kooperation mit der Internationalen Carl-Maria-von-Weber-Gesellschaft
SEKTION 2:
WEBERS UMGANG MIT „EXOTISMEN“ UND
„NATIONALCHARAKTERISTISCHEM“ MATERIAL
9:30 – 10:15
Dr. Till Gerrit Waidelich (Wien)
Webers Verwendung lokalkoloristischer Charakteristika im Vergleich zu jenen seiner Vorgänger und Zeitgenossen
10:15 – 11:00
Dr. Wolfgang Mende (Dresden)
Webers „Turandot“-Musik: Satzfaktur als Kräftemessen der Kulturen
11:00 – 11:15
Pause
11:15 – 12:00
Dr. Michael Matter (Basel)
„Norwegische“ Melodien und Könige: Carl Maria von Weber und der Nördlichkeitsdiskurs um 1800
12:00 – 12:45
Prof. Dr. Christina Urchueguía (Bern)
Feurige Flamencas, stolze Matadores: Carl Maria von Weber als Pionier der romantischen Spanienmode
12:45 – 14:00
Pause
SEKTION 3:
WEBERS SCHAFFEN IM INTERNATIONALEN KONTEXT
14:15 – 15:00
Frank Ziegler (Berlin)
Carl Maria von Webers fremdsprachige Opernprojekte
15:00 – 15:45
Dr. Solveig Schreiter (Berlin)
Webers Englisch-Studien in Vorbereitung der Komposition zum „Oberon“ und seines Aufenthalts in London
15:45 – 16:00
Pause
16:00 – 16:45
Prof. Dr. Joachim Veit (Detmold)
Aspekte von Webers Musikästhetik im Kontext der Interpretation seiner Werke
16:45 – 17:30
Dr. Markus Bandur (Berlin)
Zwischen Formstruktur und musikalischer Semantik. Anmerkungen zur Klaviermusik
17:30
Schlussworte
