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Atemwegsgesundheit bei Bläser*innen
Studie der HfM Dresden deckt Defizite bei der Instrumenten-Hygiene von Bläser*innen auf
Schimmel und Bakterien im Inneren von Blasinstrumenten können beim wiederholten Einatmen ein ernsthaftes Risiko für die Atemwege darstellen. „Unsere gemeinsamen Daten zeigen klar, dass Bläserinnen und Bläser statistisch häufiger an Asthma und chronischen Atemwegserkrankungen leiden als Nicht-Bläser – selbst wenn man Risikofaktoren wie das Rauchen herausrechnet“, so Dr. Gerard Breaden Madden vom Institut für Musikermedizin (IMM) der HfM Dresden.
Die weitreichende Studie, die federführend von Dr. Gerard Breaden Madden und Prof. Dr. Hans-Christian Jabusch (Leiter des IMM) geleitet und in Kooperation mit Teams aus Hannover, Würzburg/Kassel, Regensburg und Sydney auf Basis von Daten aus deutschen Orchestern durchgeführt wurde, deckt erhebliche Defizite auf: 86 Prozent der Holz- und 94 Prozent der Blechbläserinnen und Blechbläser geben an, ihre Instrumente nie zu desinfizieren. Auch die Reinigungs- und Trocknungsgewohnheiten sind sehr uneinheitlich.
Das Team der Autorinnen und Autoren empfiehlt dringend, regelmäßige Hygienemaßnahmen sowie die gezielte Instrumentendesinfektion fest in den täglichen Übungsalltag zu integrieren. Zudem fordern die Forschenden eine konsequente Verankerung evidenzbasierter Hygienepraktiken in der Blasinstrumentenpädagogik. Die Forschungsarbeit ist in Scientific Reports frei zugänglich und kostenlos abrufbar.
Breaden Madden, G., Herff, S.A., Altenmüller, E. et al.
Symptoms of respiratory illness in wind players and their relationship to instrument hygiene.
Sci Rep 16, 17532 (2026). https://doi.org/10.1038/s41598-026-54267-9
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