Musikalische Lehre Digital / Foto: Adobe Stock

11.11.22 Freitag 11:00-14:30
Hochschule für Musik Dresden, Seminarraum, Könneritzstraße 29, 01067 Dresden

Eintritt
Eintritt frei

Musikalische Lehre Digital
Workshops der Fachrichtungen Künstlerisch-Pädagogische Ausbildung und Lehramt

Für das Unterrichten im Fach Musik - ob an der allgemeinbildenden Schule oder im künstlerischen Einzelunterricht - stehen auf verschiedensten Ebenen neuartige Werkzeuge zur Verfügung: spezielle Notationssoftware (Dorico), neuartige Musikinstrumente („Postdigitales Musizieren“) und Anleitungstechniken („Soundpainting“) sowie unterschiedlichste Apps und Tools auf Tablets und Smartphones. Auch die musikbezogene und live-musizierende Kommunikation in virtuellen Räumen („Online-Musikproduktion“ und „Künstlerisches Arbeiten im virtuellen Raum“) ist aus dem aktuellen musikpädagogischen Spektrum nicht mehr wegzudenken. Die Workshops vermitteln zentrale Kompetenzen im Bereich dieser Phänomene und thematisieren zugleich eine kritische Perspektive auf deren Potentiale in musikpädagogischen Kontexten.

Kursinhalt
Das gemeinsame Musikmachen im Internet ist zuletzt durch die anhaltende Corona-Pandemie verstärkt in den Fokus musikpädagogischer Überlegungen gerückt. Schon in den vergangenen Jahren sind im Zuge der rasanten Verbreitung und Durchsetzung des sog. Web 2.0 eine Vielzahl partizipativer Online-Plattformen entstanden, auf denen in verschiedenen Formen gemeinsam Musik gemacht werden kann. Für die Entwicklung musikpädagogischer Angebote und Unterrichtskonzepte müssen diese Online-Anwendungen und die damit einhergehenden Nutzungskonzepte, die Potentiale aber auch die Limitierungen jedoch insofern besonders reflektiert werden, als der Einzug des Computers in musikalische Praktiken fundamentale Transformationsprozesse begründete, sodass »Musik nicht mehr genau das [ist], was sie bis jetzt immer war, sondern das Resultat komplexer technischer, medialer und symbolischer Interaktionen« (Harenberg, 2012: 10).

In dem Workshop werden wir uns der Thematik gemeinschaftlichen Musikmachens im Internet exemplarisch über kollaborative Musikproduktion mit einer Online-DAW (Digital Audio Workstation) annähern. Nach einer Einführung in die Thematik und einer Auseinandersetzung mit den besonderen Bedingungen dieser Form vernetzter musikalischer Praxis geht es im Anschluss vor allem ums Ausprobieren: In Kleingruppen werden wir mit einer Online-DAW gemeinsam Musik machen, gemeinsam Tracks produzieren und dabei sowohl die Möglichkeiten als auch die Hürden und Problemfelder dieser Anwendungen kennenlernen und diskutieren. Auf Basis dieser praktischen Erfahrungen werden wir Ansätze für die Überführung dieser Form gemeinsamen Musizierens in den Unterricht entwickeln und reflektieren.

Weiterführende Literaturhinweise
Pinch, T. & Athanasiades, K. (2012) Online Music Sites as Sonic Sociotechnical Communities: Identity, Reputation, and Technology at ACIDplanet.com. In: Pinch, T. & Bijsterveld, K. (Hrsg.): The Oxford Handbook of Sound Studies. Oxford: Oxford University Press

Ruth, N. (2018). Musik auf Online- und Mobilmedien. In: Schramm, H. (Hrsg.): Handbuch Musik und Medien: Interdisziplin.rer .berblick über die Mediengeschichte der Musik. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden

Waldron, J. (2009). Exploring a virtual music ‚community of practice‘: Informal music learning on the Internet. Journal of Music, Technology and Education, 2(2–3), S. 97–112

Waldron, J. (2013). User-generated content, YouTube and participatory culture on the Web: music learning and teaching in two contrasting online communities. Music Education Research, 15 (3), S. 257-274

Waldron, J. / Horsley, S. & Veblen, K. (Hrsg.). (2020). The Oxford Handbook of Social Media and Music Learning. Oxford: Oxford University Press

Anmeldungvia https://terminplaner.dfn.de/WorkshopsMuPaedHfM
Weitere Informationen finden Sie HIER.
Das vollständige Angebot der Musikalischen Lehre Digital finden Sie im Flyer.
Gefördert durch die "Stiftung Innovation in der Hochschullehre".