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10.04.24 Mittwoch 18:00
Hochschule für Musik Dresden, Raum W 4.07, Wettiner Platz 13, 01067 Dresden

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Eintritt
Eintritt frei

Entgrenzung gehört zum genetischen Code der Romantik. Nach romantischer Auffassung vermag Kunst, und zwar an vorderster Stelle die Musik, die Erfahrung zu entgrenzen. Sie schafft Transparenz zur Transzendenz – und deckt gleichzeitig deren Unerreichbarkeit auf. Dieses Vermögen potenziert sich, wenn die Grenzen zwischen den Sinnesebenen und Künsten verfließen.

In keiner anderen Kunst haben sich die Ideen der Romantik als so produktiv und nachhaltig erwiesen als in der Musik. Eine epochenmäßige Begrenzung lässt sich kaum ziehen: der „Spät-“ und selbst noch der „Letztromantik“ folgten weitere neoromantische Strömungen.

Anlässlich des Caspar-David-Friedrich-Jahres und der Bestrebungen, Dresden als zentralen Ort der deutschen Romantik stärker ins kulturelle Bewusstsein zu bringen, stellt die diesjährige Ringvorlesung der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden unterschiedlichste musikalische Erscheinungsformen des „Romantischen“ zur Diskussion. Blicke in die Entdeckerära romantischer Kunstanschauung und -praxis interessieren dabei ebenso wie retrospektive Neuaneignungen oder Dekonstruktionen bis in die jüngste Gegenwart.

Konzeption: Dr. Wolfgang Mende

 

Termine:

10.04.

Dr. Maria Behrendt

Philipps-Universität Marburg

Wenn Sehnsucht endet.

Entgrenzung als musikanalytisches Konzept im Lied der Frühromantik

17.04.

Dr. Michael Jakumeit

HfM Dresden

Von der „unbeseelten, starren Materie“ bis zur „Liebe Gottes“. 

Zum Schöpfungsmythos in der Dritten Symphonie von Gustav Mahler

24.04.

Mirco Oswald, M.A.

Friedrich-Schiller-Universität Jena / Augsburg

E.T.A. Hoffmann, E.T. der Außerirdische und das Leitmotiv der Romantik

08.05.

Ao.-Prof. MMag. Dr.Lukas Haselböck

Universität für Musik und darstellende KunstWien

Der „unverbesserliche Romantiker“?

Tristan-Allusionen in Alban Bergs Streichquartett op. 3

– Antrittsvorlesung –

15.05.

Dr. Christian Kämpf

SLUB Dresden

Äther-Klänge und höhere musikalische Mechanik.

Über digitales Denken der musikalischen Romantik

22.05.

Dr. Wolfgang Mende

HfM Dresden

Dresdner Amen – heldisch
Kurt Strieglers Orchesterwerke der NS-Zeit und die „Stählerne
Romantik“

12.06.

Prof. Ekkehard Klemm

HfM Dresden

"Und dann das Herrlichste – Faust."

Zu Schumanns Faust-Szenen – eine Werkbetrachtung

26.06.

Nicolas Kuhn, M. Mus.

HfM Dresden

Das ‚Innen‘ braucht ein ‚Außen‘. Zur kompositorischen Funktion des Repräsentativen im Schaffen Robert Schumanns

03.07.

Prof. Manos Tsangaris

HfM Dresden

„Nichts ist dem Geist erreichbarer, als das Unendliche“

– Musik als die höchste plastische Kunst –

10.07.

Dr. Petra Kuhlmann-Hodick

Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Runge, Friedrich, Carus und die Musik

 

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