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Sinfonietta Dresden
Peter Rösel / Foto: Koichi Miura
Thema: Klangnetz Dresden

23.03.22, Mittwoch, 19:30
Hochschule für Musik Dresden, Konzertsaal, Wettiner Platz/Schützengasse 29, Dresden

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Eintritt
15 € | erm. 10 €

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Programm
Vasily Ratmansky: the emperor (Uraufführung)
Ferdinando Paër: Leonora ossia L'amor conjugale – Ouverture
Lucie Vítková: water turbine (Erstaufführung)
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr.5 Es-Dur Op. 73

Mitwirkende
Sinfonietta Dresden
Klavier: Deawon Kim/Klasse Prof. Hinrich Alpers
Leitung: Prof. Georg Christoph Sandmann sowie die Dirigierstudierenden Katharina Dickopf, Alexander Ebert und Ovanes Ambartsumian

 

Freiheit und Frieden - es sind Begriffe, die oft in den Mund genommen werden, die wir  manchmal gedankenlos nutzen. Jetzt aber, im Angesicht des furchtbaren Krieges in der Ukraine, bekommen sie wieder eine existenzielle Bedeutung. Was vermag Musik in dieser Zeit? Vielleicht, gemeinsam Positionen zu beziehen, Haltungen zu erleben, Emotionen auszuhalten, Kraft zu schenken, auf Frieden zu hoffen.

Das fünfte Konzert der Reihe Beethoven I Schnittpunkte von Sinfonietta Dresden in Kooperation mit der Musikhochschule Carl Maria von Weber Dresden und dem Meetingpoint Memory Messiaen unter der Leitung von Prof. Georg Christoph Sandmann und den Studierenden seiner Klasse Katharina Dickopf, Alexander Ebert und Ovanes Ambartsumian beginnt mit einem ganz aktuellen Werk.

Der in Dresden studierende ukrainische Komponist Vasily Ratmansky titelt seine Uraufführung the emperor (der Kaiser). Die Komposition beschäftigt sich mit Diktatur, Propaganda und dem unfassbaren Überfall Putins auf sein Heimatland. Sie war schon länger geplant, wurde aber in den letzten Tagen neu geschrieben. Wir sind Vasily Ratmasky dankbar, dass er die Arbeit trotz aller Widrigkeiten fertig gestellt hat und wir mit der Aufführung gemeinsam ein Zeichen gegen den Krieg setzten können.

Ludwig van Beethoven schrieb politische Musik, er war begeistert von der Französischen Revolution, dann entsetzt und wütend über Napoleons Herrschaftsanspruch. Hören sie als Schlussstück des Programms sein 5. Klavierkonzert Es-Dur op. 73 mit dem Solisten Deawon Kim (Klasse Prof. Hinrich Alpers).

Auch in Ferdinando Paërs Oper Leonora, ein Jahr vor Beethovens Fidelio mit dem gleichen Libretto 1804 in Dresden uraufgeführt, siegt die Liebe über die Folter, die Freiheit über die Unterdrückung. In der Ouverture sind viele seiner musikalischen Ideen bereits zu erkennen und wir freuen uns, ihnen dieses selten gespielte, spannende Werk präsentieren zu können.

Lucie Vítková ist in Tschechien und den USA beheimatet, die Werke der Performerin und Komponistin werden weltweit aufgeführt. Die Komposition water turbine entstand 2013 und erklingt in der Interpretation von Sinfonietta Dresden als deutsche Erstaufführung.

Achtung

Das Konzert wird am 24.03.22 um 18:30 in der Synagoge Görlitz wiederholt.

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