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11.05.21, Dienstag, 17:00
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Eintritt

Den Link zum Vortrag finden Sie hier:

https://mpib-berlin.webex.com/mpib-berlin/j.php?MTID=m39755e6ccd6812f8ec61418310880e0f

Meeting number: 163 256 5861
Password: g34VMmiVys5

Das Bild von der Oper als einem „Kraftwerk der Gefühle“, das der Kulturphilosoph Alexander Kluge gefunden hat, provoziert eine Reihe von Fragen, die im Kontext unseres Diskurses über Gefühle in der Oper von Bedeutung sind. So suggeriert die Idee eines Kraftwerkes eine Produktion von Gefühlen und impliziert, dass hier etwas hergestellt wird, was benötigt wird. Auf welche Bedürfnisse trifft diese Produktion von Gefühlen und welcher Art sind sie? Waren diese Bedürfnisse zu allen Zeiten dieselben? Und um welche Gefühle geht es? Was hat sich im Laufe der Operngeschichte verändert? Welche unterschiedlichen Entscheidungen in der künstlerischen Gestaltung wählen die Komponist*innen, die über die Epochen hinweg in ihren Opern Gefühle formuliert haben? Welche Erkenntnisse lassen sich daraus ableiten?
Und müssen wir uns heute nicht auch fragen, was diese stete Reproduktion des fast 300 Jahre alten Opernrepertoires auf unseren Bühnen bedeutet? Gibt es ein Verfallsdatum für Gefühle? Braucht es neue Produkte? Was leistet hier das zeitgenössische Musiktheater?

Referentin: Prof. Barbara Beyer/Hochschule für Musik Dresden

 

Der Vortrag ist Teil des Kolloquiums „Geschichte der Gefühle“, welches im Sommersemester 2021 vom Max Planck Institutfür Bildungsforschung / Forschungsbereich Geaschichte der Gefühle unter der Leitung von Prof. Ute Frevert veranstaltet wird.
Weitere Informationen zum Kolloquium

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