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Prof. Manos Tsangaris

Komposition

Manos Tsangaris, Komponist, Trommler und Installationskünstler, zählt zu den bedeutendsten Vertretern des neuen Musiktheaters. Seine Werke finden international Beachtung und wurden auf zahlreichen renommierten Festivals wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem Belgrader Internationalen Theaterfestival, der MusikBiennale Berlin, der Biennale Venezia, dem Ultima Festival in Oslo, Tonlagen Dresden, dem Warschauer Herbst sowie an den Theater- und Opernhäusern in Köln, New York, Mannheim, Dresden und Berlin aufgeführt. 

2009 wurde Manos Tsangaris zum Professor für Komposition an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden berufen sowie zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt, deren Direktor der Sektion Musik er seit 2011 ist. Seit 2010 zählt er darüber hinaus zu den Mitgliedern der Sächsischen Akademie der Künste. Im Studienjahr 2012/13 war Manos Tsangaris Artist In Residence der Zürcher Hochschule der Künste, ab 2016 übernimmt er zusammen mit Daniel Ott die künstlerische Leitung der Münchener Biennale für Neues Musiktheater. 2009 gründete er das Internationale Institut für Kunstermittlung HYPERLINK (www.iike.de) und widmete sich Forschungen auf dem Gebiet der szenischen Anthropologie. Seit den 1970er Jahren hat Manos Tsangaris immer wieder innerhalb unterschiedlicher künstlerischer Formate die Bedingungen der Aufführung zum wesentlichen Gegenstand von Komposition gemacht.

 

  • Die Frage, wie sich die verschiedenen medialen Wahrnehmungsbereiche des Menschen im Kunstwerk sinn- und bedeutungsvoll verbinden lassen, steht im Mittelpunkt der kompositorischen Arbeit von Manos Tsangaris. Die Tätigkeit des Komponierens bezieht sich damit nicht nur auf die Leistung, Dinge zusammenzufügen (eben zu kom-ponieren), sondern zugleich auf die vorausgehende experimentelle Erforschung der Schnittstellen, an denen mediale Verbindungen überhaupt erst möglich werden. Der Erweiterung des traditionellen Kompositionsbegriffs entspricht die Vielfalt der möglichen Resultate. In den vergangenen 25 Jahren entstanden neben musikalischen Kompositionen auch Gedichte, Prosa und installative wie bildnerische Werke. Obwohl Tsangaris' Arbeiten im Bereich Wort und Bild durchaus Anspruch auf Eigenständigkeit erheben, ist ihre Bündlung und Synthese in einem universell verstandenen Musiktheater das zentrale Moment seiner künstlerischen Tätigkeit.“ 

    Raoul Mörchen
  • MANOS TSANGARIS Born in 1956. Composer, drummer and installation artist, one of the most important representatives of experimental music theatre. His compositions are internationally acclaimed and have been performed at several renowned festivals and theatres. In 2009 he was appointed professor of composition at the Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, and, in the same year, elected as a member of the Akademie der Künste Berlin (director of the music department in 2012). He has been a member of the Sächsische Akademie der Künste since 2010. 

    Tsangaris was artist-in-residence at the Zurich University of the Arts (ZHdK) for the 1012-13 academic year; he has, since October 2012, been artistic director designate (from 2016) for the Munich Biennale for Music Theatre (together with Daniel Ott). He founded the Internationale Institut für Kunstermittlung (www.iike.de). He has done research in the field of scenic anthropology. 
    Since the 1970s, he has repeatedly taken performance conditions to be an essential theme of his compositional work, expressed in different artistic formats.