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Klemens Sander

Der gebürtige Oberösterreicher und ehemalige St. Florianer Sängerknabe erhielt seine Gesangsausbildung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Helena Lazarska und Robert Holl.

Seine vielseitige künstlerische Laufbahn führte ihn u.a. an die Volksoper Wien, das Theater an der Wien, ans New National Theatre Tokio, das Grand Theatre Luxembourg, an die Opernhäuser von Dijon, Limoges und Caen, an die Oper Chemnitz, an die Oper Leipzig, an die Neue Oper Wien und an das Badische Staatstheater Karlsruhe, wo er in verschiedenen großen Rollen seines Fachs zuhören war (u.a. Onegin, Papageno, Don Giovanni, Belcore, Silvio, Marcello, Graf Almaviva, Harlekin, Falke, Donner, Escamillo). 2018/19 war Klemens Sander unter anderem als Papageno in Romeo Castelluccis international vielbeachteter Neuinterpretation von Mozarts ​Zauberflöte ​an der Opéra de Lille zu erleben. Auch als Interpret zeitgenössischer Opernliteratur hat sich Klemens Sander in kürzester Zeit einen Namen gemacht. An der Neuen Oper Wien war er u.a. als Sokrates in Kreneks ​Pallas Athene weint ​zu erleben und feierte bei der Österreichischen Erstaufführung von Manfred Trojahns ​Orest ​einen großen Erfolg mit seiner eindringlichen Interpretation der Titelpartie.

Einladungen als Konzertsolist und Liedinterpret führten Klemens Sander u.a. in den Wiener Musikverein und ins Konzerthaus, zu den Salzburger Festspielen, zum Musik Festival Grafenegg, zum Kammermusikfest Lockenhaus, zum Schleswig-Holstein Musik Festival, zum Oxford Lieder Festival, ins Gewandhaus Leipzig, in die Berliner und in die Pariser Philharmonie, die Laeisz Halle Hamburg, die Philharmonie St. Petersburg, das Teatro Monumental Madrid, zum Beethovenfest Warschau, zu den Wiener Festwochen, in die Suntory Hall Tokio und in die Londoner Wigmore Hall.

Bisherige Zusammenarbeit verband ihn unter anderem mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Kent Nagano, Christophe Rousset, H.K. Gruber, Jérémie Rhorer, René Jacobs, Helmuth Rilling, Bertrand de Billy, Andrés Orozco-Estrada, Stefan Vladar, Eivind Gullberg Jensen, Thomas Dausgaard und Georges Prêtre. Als Gewinner des ​Richard Tauber Prize​ (Wigmore Hall London) sowie als Preisträger des Internationalen Schumann Wettbewerbs Zwickau und des Internationalen Gesangswettbewerbs S’Hertogenbosch wurde er vielfach für seinen hingebungsvollen Zugang zum Liedgesang ausgezeichnet.

Von Klemens Sander sind diverse CDs erschienen (Mahler: ​Lieder eines fahrenden Gesellen​, Beethoven: IX. Symphonie​, Fauré: ​Requiem​, Händel: ​Judas Maccabaeus​, Verdi: ​Requiem​, Bach: Kantate ​Ich habegenug​). 2013 veröffentlichte er sein Debüt-Soloalbum mit Schuberts ​Schwanengesang ​und den ​Seidl Liedern ​op. 105 (Klavier: Justus Zeyen). 2016 erschien seine CD mit Schuberts ​Die schöne Müllerin, ​die ein euphorisches Presseecho hervorrief und auch für das Lufthansa Bordprogramm ausgewählt wurde. ​Die schöne Müllerin ​wurde zudem mit dem Supersonic Award des Fachmagazins „Pizzicato“ ausgezeichnet und für die International Classical Music Awards 2017 nominiert​.

Sein 2017 erschienenes Album ​Das Lyrische Intermezzo​ (gemeinsam mit dem Schauspieler Cornelius Obonya) wurde ebenfalls für die International Classical Music Awards 2019 nominiert, für das Austrian Airlines und Lufthansa Bordprogramm ausgewählt und mit dem Bank Austria Kunstpreis ausgezeichnet. Verpflichtungen der Saison 2019/2020 beinhalten u.a. eine Tournee mit der Camerata Salzburg nach Kolumbien, ein Galakonzert in der Philharmonie St. Petersburg, Bachs ​Matthäuspassion​ in der Dresdner Frauenkirche und im Wiener Musikverein, Beethovens​ IX. Symphonie​ beim Antwerp Spring Festival und beim Carinthischen Sommer, die Uraufführung der neuen Oper ​Toteis ​von Manuela Kerer in Bozen und Wien sowie diverse Liederabende u.a. im Nationaltheater Maribor (Slowenien) und beim Oxford Lieder Festival.

Neben seiner aktiven künstlerischen Laufbahn unterrichtet Klemens Sander Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ist gefragter Dozent für Meisterkurse (u.a. New England Conservatory Boston, Universität Carta​gena/ Kolumbien) und Juror bei Gesangswettbewerben (Ada SariWettbewerb Nowy Sacz / Polen). Ab 2020/21 ist Klemens Sander Professor für Sologesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.