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Tätigkeit

Seinen Ruf als hervorragender Sängerdarsteller errang er, beginnend mit dem gesamten Mozart-Repertoire, mit Partien, die sich vom stimmlich und physisch anspruchsvollen Erik in Wagners Der fliegende Holländer bis zum psychisch gequälten Hoffmann in Offenbachs Hoffmanns Erzählungen spannte und ihm die Aufmerksamkeit führender Regisseure in Europa einbrachte.
Er sang am Mainfrankentheater Würzburg die Partie des Arindal in Wagners selten gespielter Oper Die Feen in der Regie von Christian Pöppelreiter. Nach einem großen Erfolg mit dieser bemerkenswerten Heldentenoraufgabe lud ihn Jörg Koßdorff, der preisgekrönte Bühnenbildner und Intendant der Grazer Oper ein, in der Regie von Peter Konwitschny die Rolle des Erik in Der fliegende Holländer zu erarbeiten. Eine Partie, die er auch beim Richard Wagner Festival in Wels/Österreich sang. Später war Edward Randall als Siegmund in Wagners Die Walküre in Christine Mielitzs Dortmunder Produktion zu hören, wie auch in Chemnitz, in Michael Heinickes vielgerühmtem Ring. Zu seinem ständig wachsenden Repertoire fügte er auch die Titelrolle in Mozarts Idomeneo und die Partie des Bacchus in Strauss` Ariadne auf Naxos hinzu. Im Sommer 2007 gab er sein Debut bei den Bayreuther Festspielen, als Balthazar Zorn in Die Meistersinger von Nürnberg in einer Neuinszenierung von Katharina Wagner.

Ein weiterer Höhepunkt in Edward Randalls künstlerischer Laufbahn war die Partie des König David in der weltweit aufsehenerregenden Uraufführung der deutschen Fassung von Kurt Weill's Der Weg der Verheißung an der Brooklyn Academy of Arts, die im Anschluß daran auch in Tel Aviv ein bejubeltes Gastspiel gab.
Andere wesentliche Rollen waren der Edgar Aubrey in Marschners Der Vampyr, Max in Der Freischütz, Don Jose in Carmen, Turridu in Cavalleria Rusticana, Alfredo in La Traviata und Macduff in Macbeth. Sein umfangreiches Repertoire und seine große Flexibilität machen ihn zu einem gern gesehenen Gast in verschiedenen Theatern, wie u.a. Leipzig, Dresden, Graz, Gelsenkirchen, Erfurt, Kassel und Rostock.

Edward Randall ist zudem ein sehr gefragter Konzert- und Oratoriensänger. So sang er u. a. Mendelssohns Elias, Paulus und Lobgesang neben anderen romantischen Werken des 19. Jahrhunderts wie Dvoraks Stabat Mater und Elgars The Dream of Gerontius, eine Partie, die er beim Amersham Musik Festival im englischen Eton sang. In der Berliner Philharmonie war er in Bruckners Te Deum zu erleben, und mit Beethovens 9. Sinfonie und Mozarts Requiem gastierte er mit dem Berliner Rundfunksinfonieorchester in Tokios berühmter Suntory Hall. Das Knoxville Symphony Orchestra lud ihn ein, das Requiem von Verdi für eine Rundfunkproduktion zu singen.

Darüber hinaus ist Edward Randall mit großer Hingabe der Musik des 20. Jahrhunderts verbunden, insbesondere den Werken von Benjamin Britten. So gab er sein Debut in Israel mit Brittens Serenade for Tenor, Horn and Strings mit dem Kibbuz Chamber Orchestra in Tel Aviv. Für dieses Werk wurde er auch im Rahmen des Internationalen Mozart-Festivals in Schwetzingen verpflichtet. Großen Beifall der Kritik bekam er für seine Interpretation von Brittens Les Illuminationes mit dem Orchester des Staatstheaters Meiningen. Brittens Nocturnes, St. Nicholas Cantata und das War Requiem zählen ebenfalls zu seinen Favoriten.