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  • Der Klang der Staatskapelle Dresden

Der Klang der Staatskapelle Dresden

Gibt es einen spezifischen Dresdner Klang? Wodurch entsteht dieser? Wie lässt er sich beschreiben? Ergibt sich eine Kontinuität in Interpretation und Spielpraxis? 

Wissenschaftliches Ziel

...des Projekts ist die systematische Verknüpfung von Informationen in einer Datenbank, die mit einer Rekonstruktion historischer Aufführungspraktiken die Identifikation eines für das Orchester spezifischen Klangbildes erlaubt.

Zielgruppe

Die Ergebnisse des Projekts richten sich an die kulturell interessierte Öffentlichkeit (vgl. Identitätsbildung, Tourismus). Im Besonderen dienen die Ermittlungen der Flankierung der Arbeit der Sächsischen Staatskapelle, nicht zuletzt durch eine wissenschaftlich-künstlerische Erschließung historischer Aufführungspraktiken.


Bausteine

INSTRUMENTARIUM
Inventar, Instrumentenbau, Spielpraxis, Traditionen

MUSIKER/ORCHESTER
Interaktion, Lehrer-Schüler-Filiationen, Anciennität, Stil/Schule, Konventionen

REPERTOIRE
Programmgestaltung, Klangfarben, Instrumentation, Textur

REZEPTION
Erlebnis, Atmosphäre, Interpretation, Sprache, Raumklang

 

Ziele

WEBSITE

Datenbank, Blog zur wissenschaftlichen Arbeit, Zeitzeugen-Interviews, Zeitdokumente, Auswertungen, Publikumsbefragung

FORSCHUNG

Publikationen

Artikel, Monographien, Editionen zu Instrumentengruppen, Spieltechniken, Kapellmeistern, Aufnahmen, Klangtheorie

Austausch

Tagungen, Workshops, Kooperationen

 

Beschreibung

Das Ganze ist mehr als seine Teile. Dies trifft besonders auf den Klang eines Orchesters zu. Zahlreiche musikalische und außermusikalische Faktoren bestimmen, wie sich Klang konstituiert. Doch wie lässt sich dieser beschreiben? Wie der "Glanz von altem Gold" (Herbert v. Karajan)?

Klang

Peter Lohse, der stellvertretende Solotrompeter der Staatskapelle Dresden, berichtet über seine Experimente, die Klangcharakteristik der Trompete an die Anforderungen des romantischen Orchesterklanges - in diesem Fall beim Brahms Requiem - anzupassen.


Forschungsteam

Tomasz Grochalski

Tomek Grochalski gilt als der Instrumentenspezialist im Team, wobei er vor allem mit seinem Wissen über Blechblasinstrumente und seine Leidenschaft für das Horn für sich einzunehmen weiß.

Sein Studium der Musikwissenschaft an der Uniwersytet Wrocławski ergänzte er durch Auslandssemester an den Universitäten Wien und Leipzig.
Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als Doktorand bei Prof. Remigiusz Pośpiech an seiner Alma Mater und als Projektmitarbeiter des Projekts “Der Klang der Staatskapelle Dresden” unter Leitung von Prof. Michael Heinemann sammelt er auch künstlerische Erfahrungen als Student in der Hornklasse von Dr. Adam Wolny an der Akademia Muzyczna im. Karola Lipińskiego in Wrocław, an der er seinen Bachelor Abschluss im Juni 2021 plant.

Als Teil des Forschungsteams legt er den Schwerpunkt seiner Forschung u.a. auf die Frage, auf welchen Instrumenten die Musiker der Staatskapelle Dresden in den vergangenen Jahrhunderten gespielt haben.

 

Elke Kottmair ist sehr gerne kreativ und stellt sich begeistert der Herausforderung, neue Vermittlungskonzepte für besondere Themenschwerpunkte in der Musik zu erschaffen.

Die gebürtige Augsburgerin begann mit dem Studium der Musikwissenschaft an der LMU München und wechselte dann zum Gesangsstudium an den Hochschulen für Musik Würzburg und Rostock. Neben ihrer langjährigen Tätigkeit als Bühnensängerin (u.a. Staatsoperette Dresden, Staatstheater Augsburg und Nürnberg, Oper Halle, Semperoper Dresden), versuchte sie bei der Zusammenstellung ihrer Programme im Konzertbereich stets, musikwissenschaftliche Kontexte in ihre Performance zu integrieren.

Angetrieben vom Interesse für die Entwicklung neuer und innovativer Konzertformate, sowie der Fragestellung nach Möglichkeiten des Audience Development, absolvierte sie den berufsbegleitenden Aufbaustudiengang Musikvermittlung/Konzertpädagogik an der Universität Augsburg, welchen sie 2018 abschloss (M.A.).

Im Rahmen des Projekts “Der Klang der Staatskapelle Dresden” beschäftigt sie sich neben der Erforschung der Verbalisierung von Klangbeschreibung schwerpunktmäßig mit der Aufgabe, die ermittelten Forschungsergebnisse in einer adäquaten Aufbereitung für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

 

Moritz Ozcko

Moritz Oczko ist fasziniert von interdisziplinären Grenzüberschreitungen und denkt gerne unkonventionell.

Nach einem künstlerischen Studium in den Niederlanden im Fachbereich Jazz-Gitarre, zog es den gebürtigen Dortmunder zum Kompositionsstudium mit theoretischer Vertiefung bei Prof. Thomas Zoller an die Hochschule für Musik “Carl Maria von Weber” Dresden. Seit seinem Abschluss (M.Mus) im Jahr 2017 widmet sich Moritz verstärkt musikwissenschaftlichen Fragestellungen. Als Doktorand bei Prof. Dr. Michael Heinemann arbeitet er derzeit im Rahmen seiner Dissertation über Alfred Schnittkes Erstes Concerto grosso.

Im Hinblick auf das Projekt “Der Klang der Staatskapelle Dresden” verfolgt Moritz einen multiperspektivischen Ansatz, um sich dem Thema im Spannungsfeld von historischer Quellenauswertung, phänomenologischer Klangforschung, subjektiver Zeitzeugenbefragung und allgegenwärtiger Sprachskepsis wissenschaftlich zu nähern.

 

 

Sophia Zeil-Bonk

Sophia Zeil-Bonk liebt es, den Blick zu schärfen und sowohl das kleinste Detail als auch den größten Arbeitsberg ins Visier zu nehmen.

Die gebürtige Dresdnerin war als wissenschaftliche Mitarbeiterin bereits im Archiv der Sächsischen Staatstheater - Staatsoper Dresden und Staatsschauspiel Dresden tätig, wo sie tagtäglich mit Quellen zur Geschichte der Staatskapelle Dresden zu tun hatte.

Nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Hispanistik an der Technischen Universität Dresden sowie der Editionswissenschaft in Berlin (Freie Universität) wirkte sie an (digitalen) Editionsprojekten u.a. zu Robert Schumann, August Wilhelm Schlegel und Ludwig Tieck mit. Ihre Masterarbeit, eine historisch-kritische Edition der Briefe Dorothea Tiecks an Louise von Bülow, erschien 2018 im Thelem-Verlag.

Sophia wird sich dem Forschungsziel, einen „Klang der Staatskapelle Dresden“ zu rekonstruieren und zu beschreiben, vor allem methodologisch nähern: Wie lassen sich historische Daten so systematisieren und verlinken, dass Auswertungen neue Erkenntnisse bringen können?

Philipp Martin Foto Lizette S. Ardelean

Philipp Martininteressiert sich in seiner künstlerischen und wissenschaftlichen Tätigkeit für Perspektivität, Genre- und Materialgrenzen sowie deren Transfer.

Als Instrumentalist und Komponist bewegt er sich innerhalb der experimentellen Musikszene zwischen Konzeptimprovisation, Jazz und zeitgenössischer Musik, konzertiert national und international, veröffentlichte in leitender oder begleitender Funktion etliche Aufnahmen.

Geboren in Weimar, absolvierte er in seiner Heimatstadt zunächst ein Studium in der Fachrichtung Jazz-Bass bei Prof. Manfred Bründl an der Hochschule für Musik Franz Liszt und im Anschluss daran Komposition mit theoretischer Vertiefung bei Prof. Thomas Zoller an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. Hierbei beschäftigte er sich mit Fragen zum Klangkonkretismus und zur Klangwahrnehmung, welche er im Rahmen seiner Forschungsarbeit zu Helmut Lachenmanns musique concrète instrumentale vertieft und weiterentwickelt.

Im Projekt “Der Klang der Staatskapelle Dresden” wird Philipp sich dem Dresdner Klang vermittels Fragestellungen der Performanzforschung zuwenden.

 

 

 

 


Downloads


Projektförderung


Kontakt

Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Institut für Musikwissenschaft
Wettiner Platz 10
01067 Dresden

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Telefon: +49 351 4923 682