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Clara Schumann: Facetten und Funktionen

9.-12. Mai 2019

Zwickau – Dresden – Leipzig

Seit etwa drei Jahrzehnten ist Clara Schumann verstärkt in den Blickpunkt musikalischer Praxis und Wissenschaft gerückt. Mit den grundlegenden Arbeiten von Beatrix Borchard, Janina Klassen und Eva Weissweiler wurden dabei bis heute dominierende Vorstellungen vom  Ideal einer Künstlerehe aus dem Geist von Romantik und Populärbiographik hinterfragt. Die Kritik, die diese Arbeiten begleitete, war oft durch die Dekonstruktion vertrauter Klischees begründet, weniger aber durch eine Widerlegung forcierter Argumentationen mit Verweis auf Quellen und Dokumente, die, in (über-)reicher Fülle vorliegend, auch von diesen Autorinnen bislang meist nur ausschnitthaft genutzt wurden.

Die in Bezug auf die Quellenerschließung seinerzeit defi zitäre Situation hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert, da große Teile der Korrespondenzen Clara Schumanns in Zusammenarbeit von Hochschule für Musik Dresden und Robert-Schumann-Haus Zwickau vorgelegt werden. Diese erstmals vollständig erschlossenen Briefwechsel Clara Schumanns mit Freunden, Künstlerkollegen und Familienangehörigen, ferner die Edition der Jugend- und Ehetagebücher und weiterer privater Aufzeichnungen erlauben, ja erfordern es, das Bild von Clara Schumann in weiten Teilen neu zu zeichnen.

So können zahlreiche biographische Stadien nun ebenso wie Beziehungen zu Schülern und Freundinnen detailliert beschrieben werden. Die verschiedenen Rollen, die Clara Schumann einnahm, ergeben ein reich differenziertes Portrait eines Menschen, der in unterschiedlichen Lebensphasen und mit wechselnden Bezugspersonen höchst unterschiedliche Funktionen übernahm.

Das aktuelle Programm zum Symposium inkl. aller Veranstaltungen und Referenten finden Sie im nachfolgenden Flyer.
Flyer Clara-Schumann-Symposium