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Lebendige Forschung – Musikwissenschaft zum Nachlesen

In den „Dresdner Schriften zur Musik“, publiziert im Tectum-Verlag Baden-Baden, veröffentlichen Professoren und Doktoranden der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Als Herausgeber fungiert Matthias Herrmann vom Institut für Musikwissenschaft.

Als Neuerscheinung ist der Band „Filmmusik und Narration. Über Musik im filmischen Erzählen“ zu erwähnen, herausgegeben von Manuel Gervink und Robert Rabenalt. Mit Beispielen aus unterschiedlichen Genres, Erzählformen und Entstehungszeiten werden individuelle und generelle Vorgehensweisen vorgestellt. Es geht um Filmsyntax und Filmmusik, um Film, Musik und die Sprache der Erzähltheorie sowie um Elektroakustik im Film, um Narrativität im Stummfilm bzw. im Westernfilm. Die Texte gehen auf eine Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung, Sitz Kassel, zurück, die an der Dresdner Musikhochschule stattfand.

Einem Absolventen dieser traditionsreichen Bildungseinrichtung widmet sich eine weitere Neuerscheinung: „Franz Herzog – ein Kruzianer in Göttingen. Chordirigent und Komponist“. Kriegsbedingt musste Herzog seine Prüfungen am damaligen Konservatorium der Landeshauptstadt Dresden vorzeitig ablegen. Im Zeugnis von 1940 heißt es, er verfüge als Chorleiter „über eine gesunde Natürlichkeit, über Schwung und Musikalität“. Wie sehr er in der Lage war, einen Chor erfolgreich zu leiten, bewahrheitete sich seit den 1950er Jahren in Göttingen. Herzog führte den Göttinger Knabenchor zu beachtlicher Qualität und macht ihn auch außerhalb der Bundesrepublik bekannt. In Dresden wünschte man sich Herzog als künftigen Kreuzkantor, was durch die Schließung der DDR-Grenzen 1961 zerschlug. Herzogs Chorwerke kamen in Dresden auch weiterhin zur Aufführung. In seinem Buch hat Vitus Froesch ausführlich das vokale und instrumentale Schaffen Herzogs beschrieben. So ist ein wichtiger Beitrag zur Lebensleistung eines Musikers entstanden, der seine grundlegende Ausbildung in Dresden erhielt und in der Bundesrepublik erfolgreich seinen Weg gegangen ist.

Bisher erschienen außerdem monographische Schriften über die Opernregisseure Walter Felsenstein und Erich Geiger sowie über den Komponisten Rudolf Mauersberger. Boris Kehrmann, Romy Petrick und Vitus Froesch sind die Autoren. Das Buch „Klingende Raumkunst“ schrieb Johannes Voit. Es befasst sich mit imaginärer, realer und virtueller Räumlichkeit in Neuer Musik nach 1945.

Rezensionsexemplare fordern Sie bitte direkt beim Tectum-Verlag an. Bitte teilen Sie dazu mit, für welches Medium Sie arbeiten und wann die Besprechung in etwa erscheinen soll. Auch Coverabbildungen in Druckauflösung stehen auf Anfrage zur Verfügung. Ansprechpartnerin ist Sarah Bellersheim, (07221) 2104316, stopspam_fb6351d699f80c9c4c0a794673bc7762


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