Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden, Glacisstr. 28
Wolfgang Amadeus Mozart: Die Hochzeit des Figaro - PremiereOper in 4 Akten nach einem Libretto von Lorenzo da Ponte
Deutsche Textfassung von Nicolas Brieger und Friedemann Layer
Koproduktion der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, des Staatsschauspiels Dresden und der Hochschule für Bildende Künste Dresden anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Opernklasse der HfM Dresden
Solisten und Orchester der Hochschule für Musik
Musikalische Leitung: Prof. Ekkehard Klemm, Inszenierung: Prof. Andreas Baumann, Bühne/Kostüme: Agathe Mc Queen/HfBK Dresden
Karten im Schauspielhaus Mo-Fr 10:00–18:30, Sa 10:00–14:00, im Kleinen Haus Mo-Fr 14:00–18:30, unter T 0351/4913555, www.staatsschauspiel-dresden.de oder an der Abendkasse.
Graf Almaviva, Vertreter des morbiden Adels und Lüstling, ist der Liebe zu seiner Frau längst überdrüssig und will deren Dienerin Susanna am Tage ihrer Hochzeit mit Figaro verführen. Wie von einer Obsession getrieben, will er jenes feudale Recht der ersten Nacht (jus primae nocte), das er selbst durch schlau eingefädelte und dennoch durchschaubare Reformen abgeschafft hat, kurz vor Toresschluss noch einmal in Anspruch nehmen. Er scheitert aber letztlich an der kollektiven List von Susanna, Gräfin und Figaro. So steht es im Schauspiel bei Beaumarchais und auch bei Da Ponte, Mozarts genialem Librettisten, der aus der literarischen Vorlage eines seiner schlüssigsten und realistischsten Libretti geschaffen hat. Es ist eine Geschichte mit authentischem Bezug zur Zeit Mozarts. Aber der Komponist gestaltet neben der politischen Ebene weit über die sozialen Konflikte der Protagonisten hinaus komplizierte psychologische Vorgänge, die hinter der Fassade legaler Liebesbeziehungen ihre schockierenden Wirkungen und ihre Gültigkeit bis in unsere Tage haben.
Weitere Vorstellungen: Fr 04.05.12, Do 17.05.12, Do 24.05.12, Mi 30.05.12, Do 14.06.12 und Sa 23.06.12, jeweils 19:00 Uhr sowie So 10.06.12, 16:00 Uhr.
Erleben Sie außerdem eine lebendige Einführung in die Opernproduktion: „Figaromanzen oder welche Wahrheit darfs denn sein?“ spannt den Bogen über die gesamte Beaumarchais-Trilogie und beleuchtet aus überraschenden Perspektiven die Motive der zentralen Figuren. Die schauspielerisch-literarische Collage, zusammengestellt und in Szene gesetzt von Prof. Elisabeth Holmer, wird Ihnen präsentiert von Studierenden der Dialogklasse. Termine: 2. und 3. April 2012, jeweils 18:30 Uhr in der Aula des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Carl Maria von Weber Dresden, Kretschmerstraße 27. Eintritt frei.