Kleines Haus des Staatsschauspiels Dresden, Glacisstraße 28
Orpheus und Eurydike/PremiereTanztheater von Thomas McManus
Musik von Christoph Willibald Gluck (1762) mit Einlagen von Johann Christian Bach (1770/74). Deutsche Fassungvon Hans Swarowsky
Kopropduktion der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden mit der Palucca Schule Dresden Hochschule für Tanz und der Hochschule für Bildende Künste Dresden.
Partner des Gemeinschaftsprojekts der Dresdner Kunsthochschulen ist die Ostsächsische Sparkasse Dresden.
Gesang: Orpheus/Julia Böhme, Stefan Kunath, Claudia Müller, Eurydike/Rebekka Gruber, Ka Eun Kim, Amor/Joowon Chung, Maria Perlt
Tanz: Orpheus/Robin Jung, Christof Paul, Euridike/Sarah Elisabeth Lewis, Camilla Schmidt, Amor/Katrin Lerner, Xongwei Xu, Tod/Etienne Aweh, Irena Van Dijk
Musikalische Leitung: Prof. Franz Brochhagen, Choreografie/Regie: Thomas McManus, Ausstattung: Cleo Niemeyer, Choreographische Assitenz: Katrin Wolfram, Musikalische Assistenz: Jakobus Gladziwa, Naomi Shamban, Daniel Spogis, Markus Teichler, Studienleitung und Choreinstudierung: Michael Käppler
Karten im Schauspielhaus Mo-Fr 10:00–18:30, Sa 10:00–14:00, im Kleinen Haus Mo-Fr 14:00–18:30, unter T 0351/4913555, www.staatsschauspiel-dresden.de und an der Abendkasse
Ausgangspunkt ist die Urfassung der Oper von Christoph Willibald Gluck aus dem Jahre 1762. „Orfeo ed Euridice“ ist die erste Reformoper Glucks, in ihr vollzieht er auf mehreren Ebenen die Erneuerung der Form unter dem Postulat der Wahrhaftigkeit der Darstellung. Er selbst überarbeitete „Orfeo“ in den Folgejahren mehrfach, um den lokalen Gegebenheiten des jeweiligen Aufführungsortes gerecht zu werden. Auch andere namhafte Komponisten veränderten und erweiterten das Werk. In dieser Tradition steht die Einbeziehung zeitgenössischer Einlagearien von Johann Christian Bach, die die Rollen des Amor und der Eurydike vergrößern und zu entsprechend größerer Geltung kommen lassen.
Diese Einfügungen stehen überdies in engem Zusammenhang mit Thomas McManus unkonventioneller Deutung des Mythos. Inspiriert von Jean Cocteaus Film „Orphée“ wird der US-amerikanische Choreograf die Geschichte von Orpheus und Eurydike auf der Bühne neu erzählen. Zu der Dreiecksbeziehung „Orpheus - Eurydike - Amor“ tritt der „Tod“ als Gegenspieler zu Amor hinzu. Daraus entwickelt McManus seine neue Lesart des Stoffes.
Studierende der Palucca-Schule Dresden werden die Personen verkörpern, Soli, Chor und Orchester der Hochschule für Musik spielen unter der Leitung von Franz Brochhagen.
Weitere Vorstellungen: Fr 19.11.10, Do 25.11.10, Fr 17.12.10, Mi 22.12.10, Mi 19.01.11, jeweils 19:30 Uhr sowie So 21.11.10 und So 16.01.11 jeweils 16:00 Uhr