Die Fachrichtung Dirigieren/Korrepetition steht für eine umfassende künstlerische und methodische Ausbildung, die durch einen hohen Anteil an praxisbezogener Projektarbeit ergänzt wird.
Der Dirigent wird als Kommunikationsförderer innerhalb des musikalischen Apparates gesehen. Auch der Korrepetitor muss den musikalischen Partner immer in der Aufmerksamkeit haben, um dann im entscheidenden Moment wissend und helfend in der gemeinsamen Interpretationserarbeitung eingreifen zu können. Neben der Weiterentwicklung der künstlerischen und konzeptionellen Fähigkeiten ist die Förderung dieser Fähigkeiten das Ziel der breit gefächerten theoretischen und praktischen Ausbildung. Die Einbindung der Studenten in die Probenarbeit von Sängern und Instrumentalisten ist dafür unerlässlich.
Innerhalb des Dirigierstudiums wird der stetige Kontakt zum Orchester in 4 bis 5 Orchesterproben pro Studienjahr ermöglicht, aber auch auf den ständigen Kontakt mit Sängern und Instrumentalsolisten hoher Wert gelegt. Die Studierenden finden ihre eigenen gestischen Ausdrucksformen und entwickeln in den regelmäßig stattfindenden Orchesterproben nicht nur die reine Dirigiertechnik, sondern auch die Probenmethodik. Assistenten-Stellen für Hochschulchor, Hochschulorchester und Opernklasse bieten Dirigierstudierenden höherer Fachsemester ein fundiertes Erlernen der Probenmethodik. Darüber hinaus gibt es Möglichkeiten, bei großen Chorvereinigungen der Stadt zu repetieren. Für die Studierenden der Musiktheaterkorrepetition ist die Beteiligung bei Projekten der Opernklasse und die Kooperation mit den Instrumentalklassen ein Muss, um sehr zeitig und bestmöglich Berufspraxis zu erfahren.
Die Möglichkeit, drei Musiktheaterspielstätten (Semperoper, Landesbühnen Sachsen, Staatsoperette) sowie zwei namhafte Orchester (Staatskapelle, Philharmonie) in der Proben- und Aufführungsphase beobachten zu können, unterstützt die Ausbildung in ungewöhnlicher Vielfalt.






