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Ausbildung

Orchester- und Ensembleausbildung an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden

Die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden bietet ihren Studierenden ein außergewöhnlich breites Spektrum an Studienangeboten auf herausragendem Niveau.
Das Hochschulsinfonieorchester ist eines der Herzstücke dieses Ausbildungs-institutes. Anknüpfend an die Tradition der in Dresden wirkenden Komponisten Schütz, Weber, Schumann, Wagner, Strauss und aufs Innigste verbunden mit der Arbeit der Sächsischen Staatskapelle und der Dresdner Philharmonie stellt das Orchesterspiel neben solistischer und kammermusikalischer Schulung den zentralen Schwerpunkt einer praxisnahen Ausbildung dar. Neben den hochschuleigenen Professoren unterrichten viele Mitglieder der beiden internationalen Spitzenorchester. Kooperationen, Praktika, die Möglichkeit, als Substitut, Aushilfe oder AkademistIn zu arbeiten, schaffen zahlreiche Chancen des direkten Berufseinstiegs.
Die Ausbildung zum Orchestermusiker oder Musikpädagogen beinhaltet neben den Unterrichts- und Seminareinheiten das Ensemblespiel im Hochschulsinfonie-orchester, insbesondere Sinfoniekonzerte und Opernproduktionen sowie in der Kammermusik die Arbeit mit renommierten Ensembles und Dirigenten.

Künstlerische Leitung
Tradition und Moderne in der Orchesterausbildung praktisch erleben
Seit 2003 wird das Ensemble von Ekkehard Klemm geleitet, dem jetzigen Rektor der Hochschule und Professor für Dirigieren. Der Ausbildungsschwerpunkt des klassisch-romantischen sowie des zeitgenössischen Repertoires wird durch die Aufführung selten gespielter Werke und Uraufführungen stetig erweitert. Es erklangen u.a. Webers OBERON, Schumanns GENOVEVA, Werke von Hindemith, Raphael, Ligeti, Xenakis, Schenker, Goldmann und mehrere Uraufführungen studentischer Kompositionen. Ebenso widmen sich Arbeitsphasen, u.a. mit John Holloway und dem Leiter der Dresdner Kapellsolisten, Helmut Branny, der Aufführungspraxis alter Musik. Mit diesem Profil konnte sich das Orchesterensemble in Dresden, überregional und im Rundfunk nachhaltig profilieren.

Prof. Ekkehard Klemm


Sinfoniekonzerte und Kammermusik
Regelmäßige Matineen in der Semperoper geben den Studierenden die Möglichkeit, große sinfonische Literatur in einem weltweit einmaligen Saal zu spielen. Hinzu kommen Aufführungen im eigenen Konzertsaal der Hochschule, der seit seiner Eröffnung im November 2008 für das Orchester eine künstlerische Heimstatt geworden ist. Er garantiert perfekte Probenbedingungen und rückt die Aktivitäten des Orchesters und der Dresdner Hochschule für Musik weiter ins Blickfeld der Musikstadt Dresden. Wichtige Akzente mit modernem und ungewohntem Repertoire,
Gesprächskonzerte, Werkstattaufführungen und Repertoireproben sowie Gastspiele, u.a. in der Kölner Philharmonie, runden die Ausbildung in Orchester- und Kammermusik ab. Ein Kammermusikwettbewerb innerhalb der Hochschule sowie regelmäßiges Arbeiten in von den Studierenden zusammengestellten Ensembleformationen gehören ebenso zum Profil der Ausbildung.

Chorsinfonik und Opernproduktionen
In jedem Jahr werden Chorsinfonische Projekte gemeinsam mit dem Hochschulchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann, dem Chefdirigenten des RIAS-Kammerchores, oder anderen Ensembles wie der Dresdner Singakademie veranstaltet.
Für die Opernproduktionen, in denen Opernklasse und Hochschulsinfonieorchester zusammenarbeiten, steht das Kleine Haus des Staatsschauspiels Dresden zur Verfügung. In dieses Ausbildungskonzept ist die Hochschule für Bildende Künste Dresden durch Erstellung von Bühnen- und Kostümbild einbezogen. Jährlich werden dem Publikum eigene Inszenierungen vorgestellt und in den Spielplan des Kleinen Hauses aufgenommen. Das Repertoire reicht dabei von der Barockzeit bis zur unmittelbaren Moderne: Händels „Amadigi“, „Titus“ von Mozart, „Der Besuch der alten Dame“ von Gottfried von Einem, „Die Schlüsseloper“ von Wilfried Krätzschmar (UA), Puccinis „La Boheme“ oder Brittens „The Turn of the Screw“ erklangen in den letzten Spielzeiten.

Gastdirigenten
Bedeutende Gastdirigenten standen und stehen am Pult: Sir Colin Davis, Peter Gülke, Vladimir Jurowski, Wayne Marshall, Semyon Bychkow, Marek Janowski, Anthony Bramall, Hartmut Haenchen, Martin Turnovsky, Sebastian Weigle u.a.
Konzert des Hochschulsinfonieorchesters in der Semperoper